Ihr Vater hätte sie gerne an der keltischen Harfe gesehen, aber für Airelle Besson kam alles anders. Erstaunt stellte sie dann eines Tages fest, dass sie offenbar die einzige Jazztrompeterin Frankreichs war. Sie hatte nie etwas Besonderes in der Wahl ihres Instruments gesehen, es hatte sich alles so ergeben.

Ihr ätherisches Trompetenspiel hat eine gesangliche Qualität, die in kleinen Formaten ebenso zur Geltung kommt wie vor großem Orchester. Man spürt auf Anhieb die Komplizenschaft, die Airelle Besson mit ihren Mitspielern hegt. Der Sound der klassisch geschulten Bläserin, die schon viele Auszeichnungen bekam, ist eingebettet in ein durchdachtes und beseeltes, lichtdurchflutetes Triokonzept. Das Jazzdor Festival Berlin-Strasbourg, für das die deutsch-französische Freundschaft nie ein bloßes Lippenbekenntnis war, lud Airelle Besson ein, mit den deutschen Kollegen Sebastian Sternal und Jonas Burgwinkel ein spontanes Treffen zu wagen. Bei dieser Begegnung blieb vieles, aber beileibe nicht alles, dem Zufall überlassen, den die drei erfahrenen Improvisierenden bravourös zu nutzen verstanden.

http://xb187.xb1.serverdomain.org/radio/musik/Airelle-Besson-Trio-JazzdorBerlin-2018.mp3

Trio Besson Sternal Burgwinkel

Airelle Besson, Trompete
Sebastian Sternal, Piano, E-Piano
Jonas Burgwinkel, Schlagzeug
Aufnahme vom 6.6.2018 bei Jazzdor Berlin

© Deutschlandfunk, Jazz Live, 2.4.2019

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