Jazz Special: Jazz und Film (3)

Jazz und Film – Das ist auch die Geschichte einer Verführung. Denn – so will es das Klischee – Jazz leuchtet in Bezirke, die als anstößig und antibürgerlich galten, Sex, Revolte und lockerer Lebenswandel. Wie haben Regisseure Triebe, Tabus und nackte Gewalt begleitet und in Szene gesetzt?

Mit Sven Ahnert

In „Phantom Lady“, einem Film Noir von Robert Siodmak, sehen wir Elisha Cook in einem surrealen Setting. Umrahmt von seinen Jazzkumpels trommelt er sich vor der verführerischen Ella Raines in Ekstase, Teil einer erotischen Jamsession.

Obsession und Jazz: In Gato Barbieris Saxofonstücken für Bertoluccis „Der letzte Tango“ wird der Jazz zum Spiegelbild einer Amour Fou. Jazz wurde im Blaxploitation-Cinema der 1970er Jahre zur politischen Botschaft: Sun Ra hat das in „Space in the Place“ mit schrillem Avantgarde-Jazz bis an die Schmerzgrenze geführt. Orte, Gesten, Blicke, Gefühle: Wie Jazz und Film über Dinge sprechen, die als unaussprechlich galten.

© NDRInfo, Jazz Special, 30.3.2018

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