Konzerte, Festivals, CD-Produktionen, neue Band-Projekte – die Arbeit von Jazz-Kollektiven hat in der deutschen Jazzszene immer mehr an Bedeutung gewonnen.

Mit Felix Tenbaum

In beinahe jeder deutschen Metropole gibt es Gruppen von Musikern, die sich vor allem aus einem Grund zusammentun: um ihre Energie zu bündeln und gemeinsam Größeres zu erreichen, damit sie die Musik veranstalten, machen und leben dürfen, die sie lieben: den Jazz. Leidenschaft und Freude sind bei vielen der Antrieb ihres Engagements, aber auch Unwägbarkeiten, Probleme und deren Lösungen gehören zur alltäglichen Arbeit der Musiker.

Die Jazzszenen in Hamburg und Köln werden seit einigen Jahren auch von zwei Musikergruppierungen geprägt. Am Rhein ist das seit 10 Jahren das inzwischen sechsköpfige KLAENG-Kollektiv, in dem sich unter anderem Saxofonist Sebastian Gille oder Bassist Robert Landfermann engagieren. An der Elbe bewegen sich im Dunstkreis des JazzLab-Kollektivs etwa 30 verschiedene Musiker – organisatorische Stützen sind unter anderem Trompeter Philipp Püschel und der Saxofonist Lasse Grunewald. Beide Gruppen versuchen viel in ihrer Stadt zu bewegen. Ihre Konzertreihen gehören fest in die musikalische Landschaft von Hamburg und Köln.

Stellvertretend für die zahlreichen Jazz-Kollektive in Deutschland hat Felix Tenbaum diese beiden Kollektive besucht. Mit ihnen wirft er einen Blick hinter die organisatorischen Fassaden der vielfältigen Arbeit beider Gruppierungen. Leidenschaft und Freude sind bei vielen der Antrieb ihres Engagements, aber auch Unwägbarkeiten, Probleme und deren Lösungen gehören zur alltäglichen Arbeit der Musiker, die in ihren Kollektiven zu Alleskönnern werden: Stage-Manager, Booker, Caterer, Fundraiser oder Label-Chef.

© NDRInfo, Jazz Special, 17.1.2020

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