Er war ein oft verkannter und zugleich mythisch verklärter Pionier des frühen Jazz: Leon „Bix“ Beiderbecke. An den Kornettisten erinnert ein hochkarätig besetztes Tribut in der Berliner Philharmonie.

 

Der US-Amerikaner Beiderbecke, der aus einer Auswanderfamilie aus Mecklenburg stammte, wurde nicht nur von Kollegen und Zeitgenossen bewundert. Die Nachwelt erklärte ihn zum Mythos, der Publizist Joachim-Ernst Berendt kürte ihn gar zum „Novalis des Jazz“. 1931 stirbt Bix 28-jährig an den Folgen einer Lungenentzündung. Sein früher Tod lässt ihn zur Legende werden. Novellen, Romane, Filme und Hörspiele bemühen immer wieder das Klischee vom verkannten Künstler, vom trinkenden Jazzmusiker, der an der Welt und am Kommerz zerbricht. Die Würdigung von Beiderbeckes musikalischen Errungenschaften war die Idee einer Hommage in der Berliner Philharmonie mit der Formation Echoes of Swing und Gästen wie Shannon Barnett, Pete York und Emile Parisien.

BIX – eine Bix-Beiderbecke-Hommage
Bernd Lhotzky, Klavier, Leitung
Chris Hopkins, Altsaxofon
Colin T. Dawson, Trompete, Kornett
Oliver Mewes, Schlagzeug
Shannon Barnett, Posaune, Gesang
Mulo Francel, Saxofon, Gitarre
Pete York, Schlagzeug, Gesang
Henning Gailing, Bass
Émile Parisien, Sopransaxofon

Aufnahme vom 20. September 2016 aus der Philharmonie Berlin

© WDR 3, Konzert,2017

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