Jan St.Werner: „The somewhere that is also moving“

Von Jan St. Werner

Was interessiert Kunst der Ort, an dem sie entsteht? Jan St. Werners Hörstück macht das Umfeld kreativer Produktion hörbar. „The somewhere that is also moving“ beginnt mit einer Pianophrase, die Jan St. Werner in seinem Berliner Studio einspielt.

Nachdem er im texanischen Marfa einer Lesung des amerikanischen Schriftstellers Clark Coolidge beiwohnt, erweitert Werner diese Skizze in ein ausgedehntes Stück, das, geprägt von Coolidges assoziativ-konzentrierter poetischer Technik, gleichermaßen Fokus und Abschweifung, Puls und Abstraktion verhandelt. So entsteht eine radiophone Skulptur mit Aufnahmen aus der (von der New York Times als „Lourdes der Minimalisten“ etikettierten) interdisziplinären Künstlerkolonie und Einöde Marfa, Texas. „The somewhere that is also moving“ beschränkt sich aber nicht auf die akustische Abbildung des Ortes, reflektiert wird das Verhältnis von Komposition und Kontext, gefundenen und geplanten akustischen Momenten.

Mitwirkende: Clark Coolidge, Tim Johnson, Primo Carrasco, Max & John Ferguson, Lynnette Melnar, Scott Hawkins

© WDR 3 open: Studio Akustische Kunst – 11.12.2015 / Foto: Jan St.Werner

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