Jaki Liebezeit … Nachrufe ….

Die Popkritiker trauern um den 78-jährig an einer Lungenentzündigung gestorbenen Can-Schlagzeuger Jaki Liebezeit (siehe dazu auch unsere gestrige Rundschau).

 

Julian Weber erklärt im taz-Nachruf das Besondere an Liebezeits Spiel: Er „verzichtete auf das Pedal an der Bass­drum und spielte die Basstrommel stattdessen mit der Hand. Seine elliptische Spielweise gab der Band die nötige Kontur.“ Damit wurde die „Monotonie mit kleinsten menschlichen Unschärfen zum rhythmischen Skelett, zum Erkennungszeichen von Can“, schreibt Karl Fluch im Standard. Antriebsmotor der Band „war nicht die Expressivität, der schwitzende Funk-Körper, der schrille Blues-Schrei“, schreibt Karl Bruckmaier in der SZ, „sondern ein Emotionstableau, eine flächige Klangwelt des Individuellen … Liebezeit fiel hier vielleicht die Rolle des pulsgebenden Skeptikers zu, des dunklen Sterns.“ Auch RP-Online erinnert sich Michael Rother von Neu! an die gemeinsame Zeit. Weitere Nachrufe in Spex und FR, im Tagesspiegel und in der Welt. Die Spex führte 2008 ein großes Gespräch mit dem Verstorbenen.

© Text: Perlentaucher, Efeu, 24.1.2017

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