Der französische Komponist Christophe Bertrand galt als einer der hoffnungsvollsten jungen Komponisten, als er sich im September 2010 das Leben nahm. Trotz überschaubarer Schaffenszeit hinterließ der 29-Jährige ein außergewöhnliches, bemerkenswert individuelles Werk.

Nicht nur Bertrands Orchesterwerk, auch die sein Schaffen dominierende Kammermusik vermittelt eine Intensität und Dichte des musikalischen Ausdrucks, die sich der oft ekstatischen Klangfülle eines ausdifferenzierten Instrumentalapparates verdankt. Der Komponist realisierte sie teilweise mit seinem eigenen, vielsagend benannten Ensemble „In extremis“. Christophe Bertrands Affinität zu Ausprägungen hybrider Harmonik und komplexer Polyphonie, wo jede Einzelstimme als eine prinzipiell solistische aufgefasst wird, stellt enorme Anforderungen an die Interpreten. Der Aspekt der instrumentalen Virtuosität war für Bertrand jenseits vordergründiger Selbstdarstellung ein wesentlicher Katalysator expressiver Energie oder, wie er es nannte, der „kommunikativen Frenesie“ seiner Musik.

http://xb4160.xb4.serverdomain.org/Musik/Komponist-Christophe-Bertrand.flac

Christophe Bertrand:
Skiaï per flauto, clarinetto, violino, violoncello e pianoforte / La chute du rouge per clarinetto, violoncello, vibrafono e pianoforte / Aus per viola, sax soprano, clarinetto basso, pianoforte / Virya per flauto, clarinetto, pianoforte e percussione / Satka per flauto, clarinetto, violino, violoncello, pianoforte e percussione
Zafraan Ensemble

© WDR 3, Studio Neue Musik, 20.9.2020

Danke, das Du meinen Beitrag kommentieren möchtest

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.