„In diplomatischen Diensten “ Botschafter des Jazz

Heute Abend 22.05 Uhr WDR 3 „Jazz & World“

Zur Zeit des Kalten Krieges zwischen Ost und West waren sie unterwegs:

die Jazz Ambassadors – die Jazz-Botschafter.

In Diensten des amerikanischen Außenministeriums brachten sie zwischen 1956 und 1978 den Jazz als kulturellen Vertreter ihres Landes in Länder wie Iran, Pakistan, Afghanistan, Syrien, Irak, Libanon,  Kongo, Jugoslawien und Russland.Jazz sollte das liberale Amerika repräsentieren obwohl seine Botschafter zu Hause in einer Gesellschaft der Rassentrennung und –diskriminierung lebten. Kein Wunder, dass sie ihre Auslandsauftritten auch zu eigenen politischen Statements nutzten. Es waren die großen Namen des amerikanischen Jazz: Louis Armstrong, Duke Ellington, Dizzy Gillespie, die als Botschafter unterwegs waren. Aus Europa, bzw.aus Deutschland, zogen ab den 1960er Jahren die German All Stars im Auftrag des Goethe-Instituts hinaus in die Welt. Eine Tradition, die bis heute weiterbesteht.WDR 3Jazz & World unternimmt eine Reise durch die Jahrzehnte mit den musikalisch-diplomatischen Botschaftern.

© WDR 3, Jazz & World, 22.2.2016