Improvisation – eine Qualität des Lebens (2) „Film“

„Improvisation im Film“, schreibt der französische Filmtheoretiker Gilles Mouëllec, „ist weniger direkt als im Jazz, sondern nur einer von mehreren Faktoren.“

Von Michael Rüsenberg

Der deutsche Regisseur Alexander Kluge sieht das ähnlich und bezieht sich auf die Filmgeschichte: „Ich bin in der Nähe von manchen Godard-Filmen, von Eisenstein und vor allem Wertow. In der Filmgeschichte gibt es diese Neugierde der Kamera und des Kamerateams, und das beruht darauf, dass ich die Parameter des Films einzeln frei lasse.“ Improvisation im Film hat in jüngster Gegenwart Konjunktur. In Sebastian Schippers mehrfach preisgekröntem Film „Victoria“ aus dem Jahr 2015, setzt die Kamera ganze 140 Minuten nicht ab und folgt der Handlung ohne einen einzigen Schnitt. Ja, selbst im „Tatort“ wird neuerdings improvisiert. Nach „Babbel-dasch“ verspricht der Regisseur Axel Ranisch für seinen nächsten SWR-Tatort mit dem Arbeitstitel „Wanderlust“, dass die Kamera darin noch weniger „weiß“.

© SWR 2, NOWJazz, 16.3.2017

Charles Mingus:
Nostalgia in Times Square/CD: Four Classic Albums Plus
Charles Mingus

Miles Davis:
Julien dans l’ascenseur/CD-Box: French New Wave
Miles Davis

Franz Koglmann:
Rivette/CD: Don’t Play, Just Be
Franz Koglmann

DJ Koze:
Burn With Me/CD Music For The Motion Picture Victoria
DJ Koze

Nils Frahm:
Our Own Roof/CD Music For The Motion Picture Victoria
Nils Frahm

Leon Russell:
A Song For You/CD: Lioness: Hidden Treasures
Amy Winehouse

Nils Frahm:
The Shooting/CD Music For The Motion Picture Victoria
Nils Frahm

Martina Eisenreich:
Waldlust – eine Tatort-Sinfonie
Martina Eisenreich

Charles Mingus:
Nostalgia in Times Square/CD: Four Classic Albums Plus
Charles Mingus

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