Um das Jahr 2055 besucht ein Journalist eine ehemalige Rechtsterroristin im Altenpflegeheim „Martin Andersen Nexö“. Er ist fast genauso alt wie sie, in seiner Jugend hätten sich ihre Wege kreuzen können.

Bevor er ihr Zimmer betritt, schreitet er durch die langen Gänge seiner Erinnerungen: das Gift der Neonazis im Osten, die rechte Zeitschrift Compact, verlegt in der Stadt L, rassistische Überfälle in der DDR der späten 80er-Jahre, der Griff der westdeutschen Nazis nach dem Osten, sozialistisches Liedgut seiner Kindheit …
Der Leipziger Autor Clemens Meyer mit einem Text, der sich bewegt zwischen Essay und Narration, Reflexion und Projektion, Chronik und Mythos. (Produktion 2018)

Manuskript PDF

© SWR 2, Essay, 21.1.2019

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