Der Pianist Igor Levit ist ein politischer Mensch. Wenn er nicht gerade sämtliche Beethoven-Klaviersonaten einspielt, mischt er sich ein. Welche Bücher ihn am meisten aufwühlen, erzählt er hier.

Von Manuel Brug

Gerade hat Igor Levit Ludwig van Beethovens 32 Klaviersonaten eingespielt. Das ist nicht nur ein Jubiläumspaket zu Beethovens 250. Geburtstag; das ist auch das vorläufige Resümee eines trotz seiner Jugend bedeutenden Künstlers, der eine Meinung hat, sich aber auch ganz altmodisch mit großer Musik beschäftigt. Beethoven war politisch, Levit ist es auch. Hier wird eine Lebensleistung nacherzählt, die die Geschichte des Klavier beeinflusst hat und noch heute gültig ist. So wie diese wache, intellektuelle, aber auch gefühlvolle Interpretation. Da ist vieles sehr überlegt, manches spontan.

Man hört hier einen anderen Igor Levit als den, der sich auf Twitter mitteilt, kein Podium auslässt, um seine Botschaften jenseits der Musik zu vermitteln. Ähnliches gilt auch für die Bücher, die ihm wichtig sind. „Das sind“, schickt er voraus, „keine Bücher meines Lebens, sondern Bücher meines jüngeren Lebens, Bücher die mich aufgewühlt und berührt haben. Und die möglichst viele Menschen lesen sollten.“…

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© Die Welt, Literatur, 21.11.2019

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