Sie waren alle gekommen. Wayne Shorter, Benny Golson, Curtis Fuller und Freddie Hubbard. Musiker, die entscheidend dazu beigetragen hatten, dass afroamerikanischer Jazz ab den fünfziger Jahren eine Coolness erlangte, von der Europäer nur träumen konnten. Im Oktober 1989 reisten die US-Heroen allerdings als ältere Herren in schlecht sitzenden Anzügen an, zur Geburtstagsparty ihres ehemaligen Bandleaders in die graue Konzernstadt Leverkusen.

Von  JAN PAERSCH

Art Blakeys 70. Geburtstag stand bevor, und die Leverkusener Jazztage organisierten aus diesem Anlass einen All-Star-Gig, um den großen Schlagzeuger zu feiern. Man lud ein Dutzend Musiker ein, die einst The Jazz Messengers gewesen waren – Mitglieder jener Band, als deren Chef Blakey seit 35 Jahren amtete. Als Letzter erschien der Jubilar selbst zu den Proben, denen selbstverständlich auch seine aktuelle Band beiwohnte. The Jazz Messengers Ende der Achtziger: sechs aufstrebende Jazztalente, nur einer älter als 30….

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© taz.am Wochenende, 5.10.2019

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