Nils Petter Molvær gilt als Pionier des elektronischen Jazz. Der 56-jährige norwegische Trompeter begann in den 1980ern, einen eigenen Sound zu entwickeln. Dabei orientierte er sich am elektrischen Funkrockjazz von Miles Davis.

Von Judith Schnaubelt

1997 veröffentlichte er auf dem Münchner ECM Label sein Debütalbum Khmer: ein Mix aus Jazz, Elektronik sowie House, Drum’n‘ Bass und TripHop-Beats – fiebrig-hypnotische Improvisationen über einem minimalistischen Sample-Teppich.
Es folgten weitere Soloalben, Filmsoundtracks, eine Kollaboration mit Moritz von Oswald, Molvaer blieb nie stehen. Er liebt Gegensätze und Grauzonen. Bis heute bezeichnet der Black Sabbath-Fan die eigenen Soundkreationen als freien, dunklen Progressivrock. Sein aktuelles Album, mit dem er im Herbst 2016 auch durch Deutschland getourt ist, heißt Buoyancy, ein Album, das mit seinen psychedelischen Ambient-Dub-Elementen an Molværs frühere Zusammenarbeit mit Sly Dunbar und Robbie Shakespeare erinnert, der legendären Reggae-Rhythmussektion von Black Uhuru.
Judith Schnaubelt hat Nils Petter Molvær bei seinem Konzert in München getroffen.

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