„Hundeleben 1892“ Hörspiel nach Oskar Panizza

Zu seinen Lebzeiten haben nur wenige das Genie dieses Autors erkannt. Heute erlebt der 1921 nach über 15 Jahren Aufenthalt in einer Irrenanstalt gestorbene Oskar Panizza eine Renaissance.

Zu seinen schönsten Werken gehört die Erzählung „Aus dem Tagebuch eines Hundes“, in dem die Menschen-Welt aus der Perspektive eines Hundes beschrieben wird – ein Kunstgriff, der es Panizza erlaubte, menschliches Tun und Lassen umso grimmiger zu sezieren. Der Erzähler und zugleich die Hauptfigur ist ein philosophischer, in seinem Hang zur Systematisierung ungemein deutscher Dackel. Er wird, jung und weltunerfahren, vom Land in die Stadt verkauft und lernt dort Straßen und Häuser, Schutzleute und Kaffeestuben, Menschen männlicher und weiblicher Natur kennen die er aufgrund ihrer Kleidung als „Beinzeiger“ und „Beinverstecker“ klassifiziert. Er erlebt den ersten Schnee, die Liebe und den Tod. In Heinz von Cramers Hörspielinszenierung äußern sich die Menschen durchweg in überdimensionalen unverständlichen Lauten, während Hunde und Katzen eine „normale“ verständliche Sprache reden.


http://xb4160.xb4.serverdomain.org/Musik/Oskar-Panizza-Ein-Hundeleben.mp3
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Hundeleben 1892
Von Oskar Panizza
Mit Daniel Kasztura, Jan Eberwein, Axel Milberg, Margrit Carls, Tilo Prückner, Grete Wurm, Jutta Graeb, Marianne Lochert, Siggi Schwientek, Christiane Bachschmidt, Jürgen Dluzniewski und anderen
Bearbeitung und Regie: Heinz von Cramer
BR 1987

© Bayern2, Hörspiel, 23.1.2021

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