Er war ein vielbegabter Komponist, der für seine Genregrenzen sprengende Musik Fans aus unterschiedlichsten Richtungen begeistert hat: Im Februar ist der Isländer Jóhann Jóhannsson 48-jährig in Berlin verstorben.

Mit Astrid Schwarz

Begonnen hatte Jóhannsson seine musikalische Karriere in Indie-und Rockbands. Die Idee der Virtuosität hat ihn nie interessiert, vielmehr das Mischen von Genres, Stilen und Konzepten. Er experimentierte mit Elektronik, überraschte mit Konzept-Alben („IBM 1401“) und kreuzte für seine Hollywood-Scores wundersame Melodien mit Klassik und Avantgarde.

Mit dem kanadischen Regisseur Denis Villeneuve arbeitete er eng zusammen und produzierte Musik für Filme wie „Prisoners“, „Sicario“ und „Arrival“. Diese virtuosen Soundtracks brachten ihm zwei Oscarnominierungen und für James Marshs „The Theory of Everything“ einen Golden Globe ein.

 

© Ö1 Kunstsonntag: Zeit-Ton extended, 1.4.2018

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