Nach ihrem umjubelten Auftritt beim Frauenfestival 2016 zog es die Band „Holler My Dear“ noch mal nach Bremen. Laura Winkler und ihre Musikern spielten im Lagerhaus Bremen. 

Songs, die die Seele berühren, den Intellekt kitzeln, in denen Humor steckt und die zum Tanzen inspirieren – das hinzukriegen versuchen viele. Die Band „Holler My Dear“ aus Berlin zählen zu jenen, die einen Dreh gefunden haben. Jüngstes Beispiel ist das frisch veröffentlichte Album „Steady As She Goes“, das dritte der Bandgeschichte. Das CD-Cover korrespondiert mit dem Titel: eine entschlossen blickende Laura Winkler.

Die Österreicherin, die Ende 2011 aus Graz nach Berlin kam, steht in vielerlei Hinsicht im Zentrum des international besetzten Sextetts. Sie ist Bandleaderin, sie singt und sie schreibt den Großteil der Songs. Trotzdem offenbart die Gruppe den Geist eines Kollektivs. Winkler baut auf den Input ihrer MitstreiterInnen, von denen einige ebenfalls Songs beisteuern. „Holler My Dear“ mag ihre Vision gewesen sein. Zum Leben erweckt wurde diese Vision durch die verschiedenen Mitglieder, die mit dafür sorgen, dass die Gruppe unablässig in Bewegung bleibt. Originell ist die – überwiegend akustische – Instrumentierung mit Mandoline, Akkordeon, Trompete, Keyboard, Bass-Ukulele, Schlagzeug und noch einigem mehr.

Stilistisch querfeldein

Stilistisch geht es querfeldein. Der Sechser kreuzt Pop mit Jazz, Folk und Funk, Chanson-Flair mit Rap und Soul. Fast alles scheint möglich. Und am Ende klingt es immer wieder nach „Holler My Dear“. In den Texten wagt Laura Winkler den Spagat zwischen Spaß und Tiefgang, zwischen Witz und Nachdenklichkeit. Unterm Strich vermittelt die Band einen augenzwinkernden Optimismus allen Widrigkeiten zum Trotze, im Kleinen wie im Großen. „Eat Drink And Be Merry“ hieß ein heimlicher Hit des Vorgänger-Albums. „The More The Merrier“ heißt es auf dem Neuen fast trotzig.

Ihre Botschaft haben die sechs Bandmitglieder mittlerweile auch in ferne Länder getragen. Getourt sind sie schon in Mexiko, Japan, Korea, Estland und dem Iran. In Bremen wurden sie unter anderem im Frühjahr 2016 im Rahmen des women in (e)motion-Festivals gefeiert.

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© Bremen 2, Sounds In Concert, 1.5.2018

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