Hörspiel: „Zum Leuchtturm – Die Tür aus Glas (1/3)“ Nach dem gleichnamigen Roman von Virginia Woolf

Am Anfang steht die Frage des kleinen James Ramsay, ob die für den nächsten Tag geplante Segeltour zum Leuchtturm stattfinden wird. Das Wetter verhindert den Ausflug. Zehn Jahre vergehen bis zur Erfüllung seines Kindheitstraums, womit der Roman endet.

Anhand der Erlebnisse der Familie Ramsay und einiger Freunde in einem schottischen Ferienhaus verschachtelt Woolf die Gleichzeitigkeit und Unordnung von unmittelbar erfahrenem und reflektiertem Leben. Sie kontrastiert einen auf die Menschen gerichteten Blickcluster mit der vom menschlichen Schicksal ungerührt fortschreitenden Zeit, in der Kriege und menschliche Tragödien nur winzige, unwichtige Episoden darstellen.

 

„Zum Leuchtturm – Die Tür aus Glas (1/3)“ Nach dem gleichnamigen Roman von Virginia Woolf

Mit: Zoe Hutmacher, Wiebke Puls, Krista Posch, Walter Hess, Shenja Lacher u. a.
Komposition: Ulrike Haage
Hörspielbearbeitung: Gaby Hartel
Regie: Katja Langenbach
(Produktion: BR 2016)

Virginia Woolf (1882 – 1941), geboren in London. Ihr Leben lang litt sie unter wiederkehrenden Depressionen. 1912 Heirat mit dem Journalisten und politischen Schriftsteller Leonard Woolf. 1913 erster Selbstmordversuch. 1915 Romandebüt mit „The Voyage Out“ (Dt.: „Die Fahrt hinaus“). 1917 Gründung des Verlags Hogarth Press gemeinsam mit ihrem Mann, der sich auf moderne Literatur aus England, den USA und Russland spezialisierte. 1919 Erwerb von Monk’s House in Rodmell (Sussex), das eines der Zentren der Künstler und Literaten der Bloomsbury Group wurde. Zahlreiche Veröffentlichungen von Erzählungen, Romanen und Essays, Ende der 1920er-Jahre ist sie eine erfolgreiche und international anerkannte Schriftstellerin. Am 28. März 1941 beging sie Suizid.

© SWR 2, Hörspiel, 7.2.2019

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