Auf einer südlichen Insel suchen Menschen verschiedener Art und Herkunft Asyl. In andauernder Muße formen sie missglückte Vergangenheiten zu neuen Lebenslügen um, in märchenhafter Kulisse: blaues Meer, weißes Schiff, Weingarten, Feigenbaum – dazu schön, befremdlich und aufstörend der Gesang von Zikaden – von Wesen, die ihre menschliche Existenz aufgaben, um immer zu singen.

„Zikaden“ Hörspiel von Ingeborg Bachmann

Mit: Ludwig Cremer, Will Quadflieg, Charles Brauer, Gisela Zoch u. a.
Musik: Hans Werner Henze
Regie: Gert Westphal
(Produktion: NDR 1955)

Ingeborg Bachmann, (1926 – 1973) geboren in Klagenfurt, ging zum Studium der Philosophie nach Wien. 1946 Veröffentlichung der ersten Erzählung, „Die Fähre“, bald folgten Gedichte, für die sie u. a. den Preis der Gruppe 47 erhielt. 1959 wurde ihr der Hörspielpreis der Kriegsblinden für „Der gute Gott von Manhattan“ verliehen. 1961 erschien ihr Erzählband „Das dreißigste Jahr“, 1971 der Roman „Malina“, der die Ouvertüre des großangelegten Romanprojektes „Todesarten“ sein sollte, das bis zu ihrem Tod in Rom unvollendet blieb.

© SWR 2, Hörspiel, 7.7.2019

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