Leo Tolstoi war durch seine Romane „Krieg und Frieden“ und „Anna Karenina“ ein längst weltberühmter Schriftsteller, als er 1890 das autobiografische Schauspiel „Und das Licht scheint in der Finsternis“ begann, das nie vollendet wurde.

Es ist das Drama eines reichen Gutsbesitzers, der sein Leben radikal ändern und an den Prinzipien von Nächstenliebe und Besitzlosigkeit ausrichten will. Diese Haltung bedeutet eine Provokation für Kirche und Staat und stürzt ihn in Konflikte mit Frau und Kindern, die seinen Ideen nicht folgen, auf keinen Fall aber den Familienbesitz verschenken wollen.

Im Jahre 1890 beginnt Leo Tolstoi (1828-1910) seine dramatische Autobiografie „Und das Licht scheint in der Finsternis“: In diesem unvollendeten Schauspiel antizipiert Tolstoi seine 1910 erfolgte dramatische Flucht in ein Dasein ohne Besitz und Familie, die weltweit Aufsehen erregte und mit dem Tod des schon damals durch seine Jahrhundertromane „Krieg und Frieden“ und „Anna Karenina“ weltberühmten Schriftstellers ein Ende fand.

Das Stück handelt von Konflikten, die nicht nur Leben und Werk des späten Tolstoi bestimmt haben, sondern auch heute noch auf der Tagesordnung stehen.

„Und das Licht scheint in der Finsternis“ Von Leo Tolstoi 
Bearbeitung: Gerhard Ahrens
Musik: Gerd Bessler
Regie: Elisabeth Panknin
Mit Werner Wölbern, Ulrike Krumbiegel, Maria Happel, Hedi Kriegeskotte, Daniel Wiemer, Johanna Marx, Johannes Schäfer, Camilla Renschke und Volker Risch

Produktion: Dlf 2010

© Deutschlandfunk, Hörspiel, 24.12.2019

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