Kleists berühmter Essay über den Verlust von Anmut und Grazie durch das reflektierende Bewusstsein wird in Klaus Buhlerts Inszenierung zu einem musikalisch und akustisch reich instrumentierten Hörspiel.

„Als ich den Winter 1801 in M … zubrachte, traf ich daselbst eines Abends, in einem öffentlichen Garten, den Herrn C. an, der seit Kurzem, in dieser Stadt, als erster Tänzer der Oper, angestellt war, und bei dem Publiko außerordentliches Glück machte.” So beginnt die essayistische Erzählung, die 1810 erschien. Es unterhalten sich anekdotenreich der Ich-Erzähler und Herr C., der die Grazie von Marionetten in der Bewegung bewundert. Über Zitate aus Goethes „Jahrmarktsfest zu Plundersweilern“ und einen musikalischen Klangapparat strukturiert Buhlert Kleists Sprache als Musik.

Heinrich von Kleist:Über das Marionettentheater 
Hörstück von Klaus Buhlert
Mit Samuel Finzi, Jens Harzer u.a.

Produktion: SWR/DLF 2011

© Deutschlandfunk, Hörspiel, 13.11.2018

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