Er bringt ihr den bestellten Fernseher. Einige Tage später soll er das ungebildete Gerät wieder abholen.

Von Karl-Heinz Bölling

Sie unterhält sich nämlich lieber mit ihm, dem Lieferfahrer, über dies und das, Klos und Vulkane, die Bedeutung der Sprache für die Ehe und darüber, wie schwierig es heutzutage ist, ein kultiviertes Gespräch zu führen, zum Beispiel über Tschaikowsky. Apropos: ein verschwitzter Russe platzt in die Unterhaltung, will gleich sein Hemd ausziehen und im Schlafzimmer komponieren.
 

 

Tschaikowsky oder Eine alleinstehende Frau in ihrer schönen Wohnung

Von Karl-Heinz Bölling
Regie: Heidrun Nass
Mit: Irm Hermann, Udo Kroschwald, Michael Klobe und Stefanie Hoster
Ton: Thomas Monnerjahn
Produktion: Deutschlandradio Berlin 2000
Länge: 51’43
(Wdh. v. 08.03.2000)

Karl-Heinz Bölling, 1947 in Dortmund-Aplerbeck geboren, zählt zu den produktivsten deutschen Hörspielautoren. Deutschlandradio produzierte zahlreiche seiner absurd-fantastischen Stücke: „Das Messer“ (Krimi, 1995), „Einmal Park“ (1998), „Tschaikowsky oder Eine alleinstehende Frau in ihrer schönen Wohnung“ (1999), „Rutscher“ (2000), „Hände hoch oder Vermögensbildung in Arbeitnehmerhand“ (2001), „Das Zimmer“ (2002), „Die Putzfrau“ (2003), „Die Eichhörnchen“ (2005, „Der Sitzplatz“ (2006), „Die Wiese“ (2009), „Irgendein Briefträger“ (2011), „Der Verfassungsschutz“ (2013), „Irgendwann geht alles kaputt“ (DKultur 2015).

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