Hörspiel: „Papa Joe & Co.“ von Herbert W. Franke

Papa Joe, beliebter Diktator von Neu-Amerika, versorgt seine Untertanen mit „Brot und Spielen“ und spricht persönlich zu ihnen – als Stimme in ihrem Kopf. Hinter ihm steht eine Clique von Machthabern, die religiöse Inhalte in Verbindung mit neuartigen Massenmedien zur Sicherung des Systems missbraucht.

Als der europäische Diplomat Boris van Feldern und sein Mitarbeiter J. C. Boerk dieses Neu-Amerika besuchen, um sich über Gefahren und Nutzen des Systems zu informieren und hinter das Geheimnis des Massenkults zu kommen, kann sich van Feldern der Anziehungskraft des Diktators bald nicht mehr entziehen. Doch Europa bemüht sich weiterhin, das neu-amerikanische Manipulationssystem zu zerstören – um letztendlich vor der Frage zu stehen: Muss es wirklich zerstört werden oder kann es für humanistische Zwecke eingesetzt werden?

Papa Joe & Co.
Von Herbert W. Franke
Mit Hansjörg Felmy, Uwe Friedrichsen, Reinhard Glemnitz, Judy Winter, Wolfgang Büttner und anderen
Regie: Heiner Schmidt
BR 1976

Herbert W. Franke, 1927 in Wien geboren, wohnt bei München, Studium der Physik, Mathematik, Chemie, Dissertation zur Elektronenoptik. Neben wissenschaftlicher, schriftstellerischer und herausgeberischer Tätigkeit auch Beschäftigung mit experimenteller Fotografie und Computergrafik, Mitbegründer des Festivals Ars Electronica. Hörspiele u.a. „Meuterei auf der Venus“ (RB, 1964), „Signale aus dem Dunkelfeld“ (BR/SDR 1980), „Keine Spur von Leben“ (BR 1981).

© Bayern 2, Hörspiel, 5.10.2019

2 Replies to “Hörspiel: „Papa Joe & Co.“ von Herbert W. Franke

  1. Herrlich!
    Irgendwie auch total aktuell. Heutzutage brauchen die Manipulatoren keine Empfänger in die Hirne zu implantieren, das erledigen die User mit ihren Smartphones freiwillig viel effizienter….
    Ich kann mich noch erinnern, wie dieses Hörspiel damals beim WDR lief.
    Da noch nicht jeder einen Kopfhörer hatte, wurde empfohlen, sich alternativ auf dem Boden liegend die Boxen links und rechts neben die Ohren zu stellen…….
    Beindruckend war der Kunstkopf Effekt dann schon…
    Danke fürs Online-Stellen!

Danke, das Du meinen Beitrag kommentieren möchtest

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.