Hörspiel: „Odyssee Mare Monstrum“ Von Nikolas Darnstädt // Hörspielmagazin Extra: Ein documenta 14- Rundgang mit Michaela Melián

Das fiktional-dokumentarische Hörspiel „Odyssee“ überträgt Homers Gesänge in den Dschungel von Calais, in die Banlieues vor Paris, an die abgeriegelten Grenzen Europas und in die unergründlichen Weiten des Weltalls.

Die Rückkehr aus dem trojanischen Krieg wird für den Helden Odysseus zur zehnjährigen Irrfahrt. Er sehnt sich verzweifelt nach der Heimat und bleibt doch immer fremd. Als Fremder in der Fremde, versucht er alles, was ihm begegnet, ichförmig zu machen und sich zu unterwerfen. Dabei verkennt er die Chance des Fremden.

In einem musikalischen Fiebertraum zwischen der Heimatlosigkeit der Geflüchteten und der individualistischen Verblendung europäischer Identität, kreist unser Held um den Hades, bekämpft den Kiklopen und durchquert das Mare Monstrum unserer Zeit. Da sich das Fremde unserem Zugriff entzieht und selbst noch das Verstehen überschreitet, ist der Leidensweg des Odysseus ein Trip durch alle Dimensionen des Fremdseins und des Verstehens.

„Odyssee Mare Monstrum“

Musik: Lukas Darnstädt
Regie: Nikolas Darnstädt / Mitarbeit: Carolin Hartwich
Mit Kathrin Angerer, Benjamin Radjaipour, Lola Klamroth, Camille Dagen, Sebastian Schneider, Philipp Reinhardt, Laura Eichten, Felix Witzlau u.a.

Produktion: Dlf in Kooperation mit der HfS Ernst-Busch 2017
Länge: 48’11 (Ursendung)

 

Hörspielmagazin Extra
Kunst & Sound. Ein documenta 14- Rundgang mit Michaela Melián

Von Barbara Schäfer

© Deutschlandfunk, Hörspiel, 9.9.2017

Danke, das Du meinen Beitrag kommentieren möchtest

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.