Hörspiel: November 1918 – Eine deutsche Revolution Teil 1: Bürger und Soldaten

In seinem Roman „November 1918“ schildert Alfred Döblin in vier Bänden das Ende des Ersten Weltkriegs in Erwartung des Zweiten. Das Jahrhundertwerk entstand zwischen 1937 und 1943, auf der Flucht vor den Nazis, im französischen und amerikanischen Exil.

In raschem, schnitthaftem Wechsel der Perspektiven montiert Döblin Dialog mit Monolog, Massenszene mit Kammerspiel, Zeitungsnachricht mit Poesie, politische Analyse mit persönlicher Wahnvorstellung, Fakten mit Fiktion. „November 1918“ blieb in Deutschland lange unbeachtet. Erst im Jahr 1978, zum hundertsten Geburtstag des Schriftstellers, 21 Jahre nach dessen Tod, erschien es im vollständigen Druck. NDR und SWR haben das Werk in fünf Teilen für das Hörspiel adaptiert.

 

 

 

November 1918 – Eine deutsche Revolution

Mit: Sebastian Rudolph, Jakob Diehl, Laura Maire, Dietmar Bär, Christian Redl, Jan Hofer u. v. a.
Musik: Martina Eisenreich
Hörspielbearbeitung und Regie: Norbert Schaeffer
(Produktion: NDR/SWR 2014)

Alfred Bruno Döblin, (1878–1957) Assistenzarzt an einer Kreisirrenanstalt in Regensburg, Veröffentlichung von Grotesken und wissenschaftlichen Beiträgen in medizinischen Fachzeitschriften. Nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs Militärarzt in Saargemund (Lothringen) und Hagenau (Elsass). Nach dem Ersten Weltkrieg veröffentlichte er politische Glossen unter Pseudonym. 1929 weltweite Bekanntheit durch den bis heute bedeutendsten deutschen Grosstadtroman »Berlin Alexanderplatz«. Nach dem Reichstagsbrand 1933 Flucht nach Frankreich, 1936 französische Staatsbürgerschaft. Im Zweiten Weltkrieg Flucht in die USA, Konvertierung zum Katholizismus. 1945 Rückkehr nach Deutschland und Arbeit als Literaturinspekteur der französischen Militärregierung in Baden-Baden. 1953 erneute Emigration nach Paris. Döblin starb in Emmendingen.

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