Hörspiel: „Mein Faust“ Nach dem Theaterfragment „Mon Faust“ von Paul Valéry

Paul Valéry schrieb gegen Ende seines Lebens die Komödie „Mein Faust“. In der SWF-Fassung von 1954 gleicht Mephistopheles einem demoralisierten Kirchenvater. Er hat fast sämtliches Prestige eingebüßt. Kaum merklich, so er, seien noch in der modernen Welt die Unterschiede von Tugend und Laster.

An Gretchens Stelle ist Fausts charmante und neugierige Sekretärin mit dem Namen „Lust“ getreten. Nicht zuletzt erfindet Valéry die Figur des „Einsamen“, ein „Ungeheuer an gesundem Menschenverstand“. Er weist Fausts Wissensdurst und Weltermächtigungsprogramm mehr als vergnüglich in die Schranken.

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„Mein Faust“ Nach dem Theaterfragment „Mon Faust“ von Paul Valéry

Aus dem Französischen von Ernst Wilhelm Eschmann
Mit: Günther Hadank, Klaus Schwarzkopf, Paul Hoffman, Gisela Zoch u. a.
Hörspielbearbeitung: Ernst Wilhelm Eschmann
Musik: Siegfried Franz mit dem Orchester Kurt Edelhagen
Regie: Gert Westphal
(Produktion: SWF 1954)

Paul Ambroise Valéry, (1871 – 1945) gilt als einer der bedeutendsten und einflussreichsten französischen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts. Neben Gedichtbänden, u. a. „Die junge Parze“ (1917), „Der Friedhof am Meer“ (1920), veröffentlichte er Dramen, seinen einzigen Roman „Monsieur Teste“ (1896) und literarische Dialoge wie „Die fixe Idee“ (1931). Daneben zahlreiche Essays zur Dichtkunst.

© SWR 2, Hörspiel, 14.4.2019

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