Die Jury lobte das Stück als „neuartigen Text, der mit der Beschreibung von Einsamkeit, Depression, Sexualität, einvernehmlicher Gewalt, Mord und Nekrophilie auf tief verdrängte Seelenbilder im Unbewussten der Hörer stößt. Auch die eingesetzte Musik verstärkt die intensiven Bilder und Handlungen: Eine eindrückliche, wenn auch einfach gestaltete Klang- und Geräuschebene kleidet die Bedeutung der Worte fein und zugleich lustvoll aus.“

Die Akademie der Darstellenden Künste kürte die Produktion der österreichischen Autorin zum „Hörspiel des Monats November 2016“.

Erzählt wird die Geschichte von der Sehnsucht des Menschen nach dem Menschen. Ausgangspunkt ist eine dystopische Szenerie: Seit Monaten hat Ivan niemanden mehr gesehen, zumindest keinen lebenden Menschen. Die Straßen sind leer. Auf den Feldern vor der Stadt liegen viele Tote. Und aus Sehnsucht danach, jemanden zu umarmen, in jemandes Augen blicken zu können, beginnt er, Körper aus den Teilen der Toten zu formen …

FALKNER, geboren 1970 als Michaela Falkner in Österreich, lebt als Schriftstellerin, Dramatikerin und Hörspielregisseurin in Wien und Algier. 2015 wurde mit sie dem ORF-Hörspielpreis der Kritik ausgezeichnet.

Mit: Jörg Pohl, Gideon Maoz, Claude De Demo u. a.
Musik: Manfred Engelmayr
Regie: Michaela Falkner
(Produktion: HR 2016)

© SWR 2, Hörspiel, 21.9.2017

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