„Auf eine letzte Reise begibt sich Milena, die erste Übersetzerin und Geliebte Franz Kafkas. Sie wird begleitet von ihrer Jugendfreundin Jarmila, ihrem Alter Ego.

 

Die Zugfahrt zwischen Prag und Wien ist auch der Schnittpunkt zwischen Vergangenheit und Zukunft: Alles passiert gleichzeitig, das also ist Milenas Gegenwart. Aus ihrer Erinnerung treten schöne und hässliche Lebensfragmente hervor; aber auch aus der Zeit nach ihrem Tod im Konzentrationslager Ravensbrück ist ihr mehr geblieben als ihre Stimme: Milena und Jarmila bewegen sich in einem imaginären Raum. Figuren aus der Welt Kafkas greifen in ihre Gegenwart hinein: Ein Tierhändler mit seinen Tieren. Vor allem ein räsonierender Affe stört immer wieder die Monologe und Gespräche der Mitreisenden. Und so wird diese letzte Reise immer wieder von neuem begonnen, so lange die Unsterblichkeit dauert.“ [Ria Endres]

Musik: Cornelius Schwehr

Regie: Ulrich Lampen

SWF 1996

Mit Donata Höffer, Krista Posch, Peter Roggisch, Heinrich Giskes und Walter Laugwitz.

Ria Endres, geboren 1946 in Buchloe, promovierte mit einer Arbeit über Thomas Bernhard und lebt in Frankfurt am Main als freie Schriftstellerin. Sie schrieb Romane, Essays, Gedichte, Theaterstücke und zahlreiche Hörspiele.

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