Hörspiel: „Leben sammeln (1-3)“ Die Tagebücher des Victor Klemperer

Als die Tagebücher Victor Klemperers in den späten 1990er-Jahren erschienen, war das eine verlegerische Sensation. Der 1881 geborene jüdische Romanist und Publizist führte insgesamt 60 Jahre lang genauestens Tagebuch. In vielen Haushalten finden sich bis heute die drei dicken Bände „Ich will Zeugnis ablegen bis zum letzten: Tagebücher 1933-1945“ über die NS-Zeit. Klemperer wurde zum Bestseller.

Das neu gegründete Deutschlandradio Berlin brachte 1996 diese Tagebücher als Hörspiel und Hörbuch-Edition mit Udo Samel unter dem Titel „Zeugnis ablegen“ heraus. Klaus Schlesinger hatte die Auswahl getroffen und der Regisseur Peter Groeger reicherte mit zeitgenössischen Originaltönen und Musik Klemperers Beobachtungen an. Die Edition wurde mit dem „Preis der deutschen Schallplattenkritik“ ausgezeichnet, die Hörspielreihe zum „Hörspiel des Jahres“ gewählt.

Victor Klemperer hat nichts Sensationelles gemacht. Aber er hat ein exemplarisches Leben gelebt. Das ist auch der Reiz seiner frühen Tagebücher aus den Jahren 1918 bis 1932, die ebenfalls vom Deutschlandradio Berlin unter dem Titel „Leben sammeln“ in drei Teilen produziert wurden und die wir nun wiederholen.

Die Jahre 1918 und 1919. Der aus dem Militärdienst entlassene Victor Klemperer hat wie viele andere Deutsche weder Arbeit noch Wohnung. Er geht als Privatdozent nach München und trifft dort Dichter, Revolutionäre und Schieber. Auf Wahlversammlungen hört er Kurt Eisner. Spätestens mit der zweiten Räterepublik im April 1919 ist die Zeit von Bohème und Politik vorbei.

Teil 1:

Teil 2:

Teil 3:

Leben sammeln 
Die Tagebücher des Victor Klemperer (1918–1919)
Funkbearbeitung: Klaus Schlesinger
Regie: Peter Groeger
Mit: Udo Samel
Ton: Holger König und Monika Steffens
Produktion: DeutschlandRadio Berlin/ORB 1997

© Deutschlandfunk Kultur, Hörspiel, Dezember 2018

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