Hörspiel: „Last Words“ William S. Burroughs

Mit dem Wort „Love“ beendet William S. Burroughs am 30. Juli 1997, wenige Tage vor seinem Tod, sein letztes Tagebuch. Noch kurz zuvor hatte der 83-jährige Schriftsteller und Katzenliebhaber Notizen über seine Schießübungen gemacht und einen bissigen Kommentar zum Verfahren gegen den Oklahoma-Attentäter Timothy Veigh in seinen journals festgehalten.

 

Die Last Words aus den letzten neun Monaten im Leben von William S. Burroughs sind ein komplexes Selbstporträt des Künstlers als alter Mann. Bis zuletzt wetterte Burroughs unermüdlich gegen das Establishment, ohne auf Selbstironie in seiner Schwäche für „evil old men“ zu verzichten. Kritisch und schockierend genau nimmt er den Zustand dieses Planeten und seiner Bewohner unter die Lupe: politisch unbestechlich, manchmal umwerfend komisch und immer brilliant in seiner Belesenheit.

Last Words zeigt auch einen nachdenklichen Burroughs, der sich am Ende seines Lebens noch einmal weise den fundamentalen Themen von Verantwortung, Einsamkeit und Schmerz stellt.

 

 

„Last Words“ Aus dem Amerikanischen von Pociao
Von William S. Burroughs
Mit Gottfried John
Komposition: Ulrike Haage
Realisation: Ulrike Haage/Barbara Schäfer
BR 2001

William Seward Burroughs (1914-97), amerikanischer Schriftsteller. Werke u.a. „Junkie“ (1953), „The Naked Lunch“ (1959), „Interzone“ (1989) sowie zwei Alben: „Spare Ass Annie“ und zusammen mit Kurt Cobain „The ‚Priest‘ they called him“ (beide 1993).

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