Der 1833 veröffentlichte Versroman von Alexander Puschkin gilt als „Enzyklopädie des russischen Lebens“. In seinem Zentrum steht der junge Aristokrat Onegin, der sich in Petersburg die Zeit mit Theaterabenden, Bällen und Casinobesuchen vertreibt.

Doch weder Rausch noch Begeisterung über die Verlockungen halten an. Die Energie aus den Vergnügungen in sinnvolles Tun umzuleiten gelingt ihm dennoch nicht. Langeweile und Weltschmerz werden zu seinen ständigen Begleitern. Er verachtet die russische Lebensart, spricht prinzipiell Französisch und kleidet sich nach westlicher Mode.

Durch den Tod eines Familienmitglieds aufs Land verschlagen, lernt Onegin den Dichter Vladimir Lenskij kennen und freundet sich mit ihm an. Dort trifft er auch die romantisch verspielte Tatjana, die sich sofort in ihn verliebt. Onegin hat aber nur Verhöhnung für sie übrig und verführt lieber ihre Schwester Olga, Lenskijs Braut. Es kommt zum Duell zwischen den beiden Freunden, Lenskij stirbt. Erschüttert verlässt Onegin das Dorf und reist durch Russland. Endlich lernt er sein Land neu kennen und lieben.

Puschkin ironisiert in diesem russischen Nationalepos das Leben eines Dandys und erfasst in Onegin die charakterlichen Züge der Jugend seiner Zeit.

Teil 3:

„Jewgeni Onegin“

Von Alexander Puschkinaus dem Russischen von Rolf-Dietrich Keil

Komposition: Alexandra Holtsch und Ben Lauber

Technische Realisation: Jürgen Glosemeyer und Elke Tratnik

Bearbeitung und Regie: Peter Rothin

Redaktion: Christina Hänsel

Produktion: WDR 2001

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