Maria, die ein halbes Leben als Prostituierte gearbeitet hat, erzählt ihr Leben. Es ist eine wahre Geschichte. Ein Leben im freien Fall zwischen Ausbeutung, Selbstausbeutung und roher Gewalt im Rotlichtmilieu. 

Schon als Kind vernachlässigt und missbraucht, erlebt sie extreme Situationen auf dem Straßenstrich und bewahrt sich dennoch einen pragmatischen Optimismus. Sie flieht nicht, akzeptiert ihr Leben zwischen Bürgerlichkeit und dem harten Alltag einer Sexarbeiterin. Sie gibt ihren Anspruch auf Selbstbestimmung auf, stumpft ab, schützt sich auf ihre Art. Wie schrecklich es auch sein mag, Maria bejaht das Leben.

In Stanniolpapier
Von Björn SC Deigner (nach einer Idee von Anna Bernd)
Regie: Luise Voigt
Mit: Josefin Platt
Komposition: Friederike Bernhard
Ton: Martin Vögele, Andreas Meinetsberger
Produktion: SWR 2019

Das Hörspiel wurde von der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste als Hörspiel des Monats August 2019 ausgezeichnet.
Die Begründung der Jury finden Sie hier.

Björn SC Deigner, 1983 in Heidelberg geboren, Autor, Musiker, Komponist, Sounddesigner. Er studierte am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen. Deigner realisiert Hörspiele und komponiert für Hörspiel und Theater. Seine Musiken sind u.a. am Schauspiel Frankfurt, am Deutschen Theater Berlin und dem Thalia Theater zu hören. Sein Hörspiel „sich abarbeiten“ für den SWR 2012 erhielt eine lobende Erwähnung durch die Akademie der Darstellenden Künste und war für die ARD Hörspieltage 2012 nominiert. Als Autor wurde er 2018 zu den Autorentheatertagen am Deutschen Theater Berlin eingeladen sowie 2019 zum Heidelberger Stückemarkt. „In Stanniolpapier“ beruht auf Interviews von Anna Bernd mit einer Sexarbeiterin und war Hörspiel des Monats August 2019.

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