Die beiden Autoren Klaudia Ruschkowski und Giuseppe Maio haben den damals 84-jährigen Maler und Dichter Giuseppe Zigaina in seinem Haus im Friaul, der nordöstlichsten Region Italiens, besucht, um mit ihm über seine Freundschaft zu Pier Paolo Pasolini zu sprechen.

Sie begaben sich auf die Spurensuche einer Männer- und Künstlerfreundschaft. Beide, Zigaina und Pasolini, sind Grenzüberschreiter – jeder auf seine Art, verbunden in tiefer Freundschaft. Pasolinis gewaltsamer Tod trieb Zigaina, die Zeichen zu dechiffrieren, mit denen Pasolini sein Todesprojekt verschlüsselt hat. Um Pasolinis gewaltsamen Tod ranken sich Mythen. Zigaina hat für sich das alchimistische Rätsel gelöst.

„Im Bild versinken“ wurde als Hörspiel des Monats Mai 2011 ausgezeichnet. In der Begründung der Jury heißt es: „In einer vielschichtigen Montage aus Gesprächs-O-Tönen, Ausschnitten aus literarischen Texten, historischen Dokumenten, historischen Schallplattenaufnahmen von friaulischen Volksliedern und weiterer Musik entsteht eine poetisch dichte Gedankenlandschaft, die zugleich Künstlerporträt und Zeitdokument ist und den Zuhörer unmittelbar in den Bann zieht. Dabei sind es insbesondere der Klang und die Wärme von Zigainas Stimme, die Musikalität seines Italienisch’ und die authentische Atmosphäre der Gesprächsaufzeichnung in Zigainas Haus und Garten, die dem Hörerlebnis eine ganz eigene Intimität und Sinnlichkeit verleihen.“

Im Bild versinken
Giuseppe Zigaina und Pier Paolo Pasolini
Von Klaudia Ruschkowski und Guiseppe Maio
Übersetzung: Klaudia Ruschkowski, Karin Fleischanderl u.a.
Regie: Giuseppe Maio
Mit: Gudrun Gabriel, Felix von Manteuffel, Markus Meyer, Bettina Kurth, Thomas Schendel
Ton: Alexander Brennecke
Produktion: Deutschlandradio Kultur 2011

© Deutschlandfunk, Hörspiel, 7.6.2020

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