Hörspiel: Homo Faber (1/3) Nach dem Roman von Max Frisch / Link funktioniert jetzt

Max Frischs Protagonist in „Homo faber“ glaubt, Kraft seiner überragenden rationalen Fähigkeiten sein Schicksal und sogar den Tod überwinden zu können – ein fataler Irrtum, der eine Tragödie klassischen Ausmaßes in Gang setzt.

Unter dem Eindruck der rasanten technischen Aufrüstung während des Zweiten Weltkrieges, und vor allem angesichts der beiden Atombombenabwürfe über Hiroshima und Nagasaki, notiert Max Frisch Ende der 1940er Jahre in sein Tagebuch: „Wir können, was wir wollen, und es fragt sich nur noch, was wir wollen; am Ende unseres Fortschritts stehen wir da, wo Adam und Eva gestanden haben; es bleibt uns nur noch die sittliche Frage.“

Bis 1957, als sein Roman Homo faber erscheint, hatte sich die Geschwindigkeit der technischen Entwicklungen noch einmal rasant beschleunigt. Der Titel meint dabei nicht nur die zentrale Figur des Romans, sie ist ein feststehender anthropologischer Begriff: Als „Homo Faber“ bezeichnet man seit der Antike den Menschen als werkzeugmachendes Wesen.

Homo Faber (1/3) Nach dem Roman von Max Frisch

Mit Matthias Brandt, Ueli Jäggi, Eva Mattes, Paula Beer, Valery Tscheplanowa, Sascha Nathan, Gerd Wameling u.v.a.
Musik | Jörg Acchim Keller & hr-Bigband
Regie | Leonhard Kopperlmann
hr 2018 | 87 Min.

MAX FRISCH (1911–1991) Schweizer Schriftsteller und Architekt. Mit Theaterstücken wie »Biedermann und die Brandstifter« oder »Andorra« sowie mit seinen drei großen Romanen „Stiller“, „Homo faber“ und „Mein Name sei Gantenbein“ wurde er weltberühmt.

© HR 2, Hörspiel, 30.9.2018

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