Hörspiel: „Esperanto“ Von Lukas Derycke

Hannah und Jasmin verbringen den Sommer in Griechenland, um als Freiwillige in einem Flüchtlingscamp zu arbeiten. Die Umstände sind schlecht. Ihre Hilfsorganisation betreibt einen kleinen Laden. Die beiden sortieren Spenden, teilen Lebensmittel aus. Um die lange Wartezeit der Menschen zu überbrücken, beginnen die engagierten Helferinnen die Kunstsprache Esperanto zu unterrichten.

Doch bald wird klar, dass Jasmin nicht mit den Regeln und Hierarchien des Lagers zurechtkommt. Die Anonymität und bloß temporäre Anteilnahme der freiwilligen Helfer verstößt gegen ihre Idee einer würdevollen Behandlung der Geflüchteten. Jasmin radikalisiert sich. Wie gewinnt man den Kampf gegen die Antriebslosigkeit einer Generation? Und welche Rolle spielen dabei die Machtstrukturen unserer Sprache? 1887 wurde Esperanto als universale Sprache entwickelt. Trotz weltweiter Anhänger bis heute, konnte sich ihr völkerverständigender Ansatz nie durchsetzen.

Esperanto
Aus dem Flämischen von Angela Kuhk
Von Lukas Derycke
Mit Marthe Schneider, Elisa Schlott, Marina Wandruszka, Helgi Schmid, Yara Ward, Yousef Aljork und anderen
Komposition: Frederik de Clerq
Regie: Lukas Derycke
WDR 2018

Lukas Derycke, geboren 1990, belgischer Radiomacher. Weiteres deutschsprachiges Hörspiel „Screener“ (WDR 2016, Hörspielpreis der Kriegsblinden 2017).

© Bayern 2, Hörspiel, 24.6.2019

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