Hörspiel: Edward Bernays – „Propaganda“ Die Kunst der Public Relations

Als „Propaganda“ 1928 erstmals erscheint, ist der Begriff bereits negativ konnotiert. Also prägt Edward Bernays ein anderes Wort für seine Tätigkeit: Public Relations – PR. In seinem epochemachenden Buch begründet er, warum es von elementarer Bedeutung ist, die Massen zu steuern – und erklärt an ganz konkreten Beispielen, wie das geht.

Er schafft bis heute gültige Grundlagen für Unternehmens- und Regierungskommunikation und legt damit den Anfang einer Spur, die quer durchs 20. Jahrhundert führt – vorbei an Joseph Goebbels, am Aufstieg der Werbeindustrie, an Staatscoups und wissenschaftlichen Studien im Industrieauftrag bis hin zur heutigen gesellschaftlichen Situation. Verschwörungstheorien, die Diskussionen um „Lügenpresse“ und „alternative Fakten“ sind Niederschlag eines lang genährten Misstrauens gegen alles, was im Dunstkreis jener „Elite“ steht, die Bernays zufolge die Massen lenkt: Industrie, Politik, Medien, Wissenschaft.

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„Propaganda“ Die Kunst der Public Relations
Von Edward Bernays
Mit Svenja Wasser, Patrick Güldenberg, Marek Harolff, Tobias Meister und Claudia Urbschat-Minges
Bearbeitung und Regie: Björn SC Deigner
WDR 2017

Edward Louis Bernays, (1891- 1995), PR-Berater, Journalist und Pressesprecher. In Wien als Neffe von Sigmund Freud geboren, 1982 Auswanderung der Familie in die USA. Studium der Agrarwissenschaft an der Cornell University bis 1912. Nach dem Ersten Weltkrieg Gründung einer PR-Firma, erfolgreiche Kampagnen für viele große amerikanische Unternehmen. Weitere Werke u.a. „Crystallizing Public Opinion“ (1923), „Public relations“ (1952).

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