Hörspiel: „Die Zwangsjacke“ Von Jack London / Bearbeitung und Regie: Kai Grehn / Nominiert für den Deutschen Hörbuchpreis 2018

Ich heiße Darrell Standing. Ich bin jetzt vierundvierzig. Die letzten acht Jahre habe ich im Zuchthaus verbracht, fünf davon im Dunkeln. Einzelhaft nennt man das; jene, die es erlebt haben, nennen es: lebendig begraben sein. Doch in diesen fünf Jahren des Lebendig-begraben-Seins ist es mir gelungen, eine Freiheit zu erringen, wie sie nur wenige Menschen gekannt haben. Fünf Jahre lang war ich ein Sternenwanderer. 

Für mich eines der besten Hörspiele der letzten Jahre !!! radiohoerer

„Frei von allen Ängsten, von Folter und Qual macht sich die Hauptfigur in Jack Londons „Die Zwangsjacke“, ein zum Tode verurteilter Häftling – die Sprecherleistung von Sebastian Blomberg in Kai Grehns Regie ist beeindruckend.“ (Stefan Fischer, Süddeutsche Zeitung, 11.11.2016)

„Regisseur Kai Grehn hat aus Jack Londons Roman ein beklemmendes Hörspiel gemacht. Dabei nutzt er alle akustischen Mittel des Genres, schafft Übergänge zu neuen Welten, die im Gegensatz stehen zu der ebenso spürbaren Enge des Gefängnisses und vor allem der Zwangsjacke“ (Leonie Berger, SWR2, 26.11.16)

Darell Standing, ehedem Professor an der Berkeley-Universität, sitzt in einer Todeszelle von San Quentin. Er soll einen Kollegen ermordet haben. Im Gefängnis wird er in eine Zwangsjacke gesteckt, verhört und gefoltert. Darrel soll zum Reden gebracht werden. Er lernt das Martyrium auszuhalten, indem er sich von seinem Körper „abspaltet“. Kraft seiner Gedanken wandert er durch Raum und Zeit zur Unsterblichkeit.

 

„Die Zwangsjacke“ Von Jack London

Übersetzung: Ilse Winger und Erika Kaiser
Bearbeitung und Regie: Kai Grehn

Die Darsteller und ihre Rollen:
Sebastian Blomberg als Darell Standing
Carlo Ljubek als Direktor Atherton
Samuel Finzi als Ed Morrell
Christian Grashof als Jake Oppenheimer
Vincent Leittersdorf als Captain Jamie
Pascal Lalo als Doktor Jackson
Lars Rudolph als Red
Maximilian Brauer als Cecil Winwood

Komposition: Tarwater
Ton & Technik : Alexander Brennecke und Christoph Richter
Regieassistenz: Gerald Michel
Produktion: Deutschlandradio Kultur 2016

Jack London, alias John Griffith Chaney, geboren am 12.01.1876 in San Francisco, gestorben am 22.11.1916 in Glen Ellen, Kalifornien, Schriftsteller und politisch engagierter Journalist, Mitglied der „Socialist Party“. Jack London wurde international bekannt durch seine Abenteuerromane „Ruf der Wildnis“, „Wolfsblut“, „Der Seewolf“.

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