Hörspiel: „Die Welpen (3/3)“ Nach dem Roman von Pawel Salzman

Ständige Bedrohung, Angst und Erschöpfung machen die Welt im Wachzustand schwer ertragbar. Tiere und Menschen flüchten in ihre Träume. Auf ihrem Weg aus den Wäldern über Land in die Stadt erleben die Welpen Brutalität und Rohheit in allen Facetten, beobachtend oder dem Geschehen ausgeliefert.

Realität und Traum vermischen sich. Bereits Erlebtes wechselt die Gestalt und erscheint neu. Der Mensch, ein Tier und umgekehrt. Der zu Tode geprügelte Welpe kämpft sich ins Leben zurück.

 

Die Welpen (3/3)
Hörspiel nach dem Roman von Pawel Salzman 
Übersetzung aus dem Russischen: Christiane Körner
Bearbeitung, Komposition, Regie: Klaus Buhlert
Mit: Bibiana Beglau, Felix Goeser, Franz Pätzold (als Erzählerin/Erzähler) sowie in weiteren Rollen: Hendrik Arnst, Anton Andreew, Mareike Beykirch, Moritz Ceste, Martin Engler, Moritz Grove, Manuel Harder, Corinna Harfouch, Christopher Heisler, Josephine Hock, Tilda Jenkins, Roman Kanonik, Wolfram Koch, Cristin König, Astrid Meyerfeldt, Vidina Popov, Lars Rudolph, Thomas Thieme u.a.
Ton: Alexander Brennecke
Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2018
Länge: 80’57 (Ursendung)

Pawel Salzman, geboren 1912 in Kischinjow (Moldawien). Der Vater, ein Oberst, war deutscher, die Mutter jüdischer Herkunft. Die Eltern ziehen 1925 nach Leningrad. Nach dem Schulabschluss wird Salzman Illustrator, assistiert beim Film. Er lernt den Maler Pawel Filonow kennen, ist beeinflusst von der russischen Avantgarde, schreibt Lyrik und Erzählungen, malt, zeichnet und findet letztlich eine Anstellung als Szenenbildner beim Film. Mit Filmteams reist er quer durch die Sowjetunion: nach Karelien, Sibirien, Tadschikistan. 1941, während der Belagerung Leningrads, verhungern die Eltern. Salzman wird 1942, inzwischen mit Frau und Tochter, nach Kasachstan evakuiert. In Alma Ata arbeitet er bis zu seinem Tod 1985 als leitender Szenenbildner bei Kasachfilm. Der Roman „Die Welpen“ entsteht mit Schreibpausen von 1932- 1982 und erscheint 2012 erstmals auf Russisch.

© Deutschlandfunk Kultur, Hörspiel, 2.12.2018

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