John Burnside hat für sein Originalhörspiel das Dorf Coldhaven erfunden, in dem zwei Jugendliche sterben.

Die schottische Märchen- und Sagenwelt ist in diesem Ort so lebendig, dass die Erklärung dieser Todesfälle nur über die Aussagen einiger Bewohner zu ermitteln ist, die Hexen, Zaubersprüche, Feen, Engel und die Seelen der Toten ins Spiel bringen, aber auch soziale Vorurteile. Die nicht-chronologische Rekonstruktion des Geschehens, über die ein dichtes und beziehungsreiches Geflecht aus Naturbeschreibung, knapper psychologischer Zeichnung der Charaktere und mythologischen Motiven gelegt ist, wird mit repetitiv eingesetzten Samples und einer poetischen, berührenden Sprache zusammengehalten und auf konzise Weise, also überzeugend realisiert. Begründung der Jury der Akademie der Darstellenden Künste.

Die Deutsche Akademie der Darstellenden Künste in Frankfurt am Main zeichnet jeden Monat ein Hörspiel aus den Produktionen der ARD-Anstalten aus. Die Entscheidung über das HÖRSPIEL DES MONATS trifft eine Jury, die jeweils für ein Jahr unter der Schirmherrschaft einer ARD-Anstalt arbeitet. Am Ende des Jahres wählt die Jury aus den 12 Hörspielen des Monats das HÖRSPIEL DES JAHRES.

http://xb187.xb1.serverdomain.org/radio/musik/Coldhaven.mp3

Aus dem Englischen von Klaus Buhlert und Bernhard Robben
Komposition und Regie: Klaus Buhlert
Mit: Felix Goeser, Johannes Silberschneider, Corinna Harfouch, Astrid Meyerfeldt, Christopher Heisler, Moritz Kienemann und Another Plus Band

Produktion: SWR 2017

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