Als der Filmstar James Dean 1955 in der Nähe von Salinas bei einem Autounfall starb, wurde er, 24-jährig, zu einem weltweiten Idol und Sinnbild einer Epoche – der „Beat-Ära“. In Amerika fand sie zuerst ihre Sprache in Filmen mit James Dean und in den Gedichten von Alan Ginsberg, E.E. Cummings, Kenneth Patten und Kenneth Rexroth.

Versen ihrer Gedichte hat Andersch zwei Reportagen gegenübergestellt: einen Bericht des amerikanischen Schriftstellers John Dos Passos über Leben und Tod von James Dean und eine Reportage des Journalisten Robert Lowry über den Weltmeisterschaftskampf im Mittelgewicht zwischen Sugar Ray Robinson und Jake La Motta.

Dieser Kampf symbolisiert, was eigentlich – zumindest aus der Perspektive dieses formal und inhaltlich wegweisenden Hörspielklassikers von 1959 – in der Beat-Epoche ausgetragen wurde: nämlich der Kampf des Davids „Jugend“ gegen den Goliath „traditionelle Gesellschaftsform“.

Und James Dean verkörperte dieses Aufbegehren wider Einengung, Behäbigkeit und Emotionskontrolle wie kein anderer.

 

„Der Tod des James Dean“ Von Alfred Andersch

Regie: Friedhelm Ortmann

Mit: Ludwig Cremer, Hermann Schomberg, Rolf Boysen, Herbert Fleischmann u. a
(Produktion: SWF/hr/radiobremen 1959)

Alfred Andersch, (1914 – 1980) war von 1948 – 1958 Redakteur beim hr, NWDR und SDR und als Mitherausgeber der Zeitschrift „Der Ruf“ und nach seinem literarischen Debüt, der autobiografischen Erzählung „Die Kirschen der Freiheit. Ein Bericht“ (1952), einer der wichtigsten Schriftsteller und moralischen Stimmen der bundesrepublikanischen Nachkriegsliteratur.

© SWR 2, Hörspiel, 24.3.2020

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