Hörspiel: „Der Prozess um Schnitzlers Reigen“ Von Rainer Lewandowski

Der Prozess um die Aufführung von Schnitzlers „Reigen“ in Berlin vom 5. bis zum 12. November 1921 zählt zu den größten Literaturskandalen der Weimarer Republik.

Der Prozess ist in mehrfacher Hinsicht bedeutsam und aktuell geblieben, er veranschaulicht packend, wie die Deutschnationalen ihren bornierten und judenfeindlichen Kulturbegriff durchzusetzen versuchten und legt das philisterhafte Denken deutscher „Anstoßnehmer“ offen, denen es unter dem Deckmantel des Schutzes der Jugend um die Verbreitung ihrer privaten Moral- und Wertvorstellungen geht. Das Hörspiel basiert auf den 450 Seiten des Protokolls dieser Verhandlung, wobei die Zahl der Teilnehmer reduziert wurde, aber innerhalb der Aussagen wurde vom Verfasser nichts hinzugesetzt.

BESETZUNG: WERNER RUNDSHAGEN, HARALD PAGES, HEINER SCHMIDT U.A.

MUSIK: R. F. LARRINAGA REGIE: HANS ROSENHAUER TON: ERICH MATTHIAS U. ROSEMARIE HANDS PROD.: NDR 1980

Rainer Lewandowski, geboren 1950, studierte Sprach- und Literaturwissenschaft, Politik, Pädagogik und Psychologie. Regisseur, Dramaturg, Autor für Fernsehen, Theater und Hörfunk, darunter zahlreiche Hörspiele, wie der Zweiteiler „Der Fall Titanic“ (SWR 1982). Seit 1989 Intendant des ETA HOFFMANN THEATERs Bamberg.

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