Hörspiel: „Der Polarforscher“ Von T.C. Boyle

Captain Frank steht an der Reling und winkt den Menschen, die sich zum Auslaufen seines Schiffes im Hafen von Brooklyn versammelt haben. Er sieht aus wie der Inbegriff eines Helden – und entsprechend kühn sind auch seine Pläne.

Er will die unentdeckte Weite der Arktis erkunden, in Regionen vordringen, die noch auf keiner Karte verzeichnet sind. Ein Abenteuer mit unbekanntem Ausgang liegt vor ihm. Noch weiß er nichts von den Schrecken der Polarnacht, von abgefrorenen Gliedmaßen und Schlittenhunden, die aus Hunger übereinander herfallen. Noch weiß er nichts von dem Eisberg, der sein Schiff zermalmen wird. Und er weiß auch noch nichts von Kresuk, dem Eskimo hoch oben im ewigen Eis, der sein Schicksal werden wird.

Der Amerikaner T.C. Boyle gilt als umtriebiger und politischer Autor, dessen Geschichten gerne am Rande der Science-Fiction vom Zusammenleben in Gesellschaften erzählen. Um das richtige Gefühl für die Natur zu bekommen, zieht er sich zum Schreiben in den Sequoia-Nationalpark zurück. Über sich selbst sagt er: „Ich weiß auch nicht genau, was ich da mache – aber es ist gut.“

Der Polarforscher
Von Thomas Coraghessan Boyle
Übersetzung aus dem Englischen: Dirk van Gunsteren
Komposition: Haarmann
Bearbeitung und Regie: Martin Heindel
Erzähler 1: Matthias Matschke
Erzähler 2: Hans Peter Hallwachs
Captain: David Nathan
Gouverneur Pickpie: Bert Franzke
Metek: Tilo Schmitz
Kresuk: Oliver Stritzel
Kapitelüberschriften: Uta Hallant
Aufnahme des rbb

© WDR 3, Hörspiel, 2.12.2018

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