Hörspiel: „Der letzte Tag von Lissabon“ Von Günter Eich

Am 31. Oktober 1755, am Vorabend jenes Allerheiligentages, an dem die Stadt Lissabon über Gerechte und Ungerechte zusammenstürzen wird, wartet ein Geistlicher auf die Vollstreckung seines Urteils. Die Inquisition hat ihn wegen angeblicher Gotteslästerung zum Verbrennungstod auf dem Scheiterhaufen verurteilt.

In der Einsamkeit der Zelle ist sein einziger Gesprächspartner der Gefängniswärter. Ihm erzählt er Geschichten, die von einer Welt handeln, in der sich die menschlichen Kreaturen mit dem Versuch quälen, ihr sie peinigendes Leben zu meistern. Aber sie alle scheitern. Sie sind Gestalten ohne Hoffnung, ohne Zukunft – und so entsprechen sie dem Schicksal des Priesters Goncalves, dem nach seiner kurz zuvor gewährten Begnadigung der Augenblick der Zerstörung wie eine Erlösung erscheint.

„Der letzte Tag von Lissabon“ Hörspiel von Günter Eich

Mitarbeit: Ilse Aichinger
Mit: Paul Hoffmann, Hans Mahnke, Lina Carstens, Margot Hielscher u. a
Komposition: Mladen Gutesha
Regie: Otto Kurth
(Produktion: SDR 1961)

© SWR 2, Hörspiel, 24.3.2019

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