Der Vater: nicht existent. Die Mutter: kreist um sich selbst. Ergänzt durch Kindergeschichten und Reime, Märchen und Theatertexte wird die Kindheitsgeschichte von Nora erzählt.

Von Dienstmädchen und der Großmutter erzogen, die in Erinnerungen an ihre großbürgerliche
Vergangenheit vor dem Krieg schwelgt, erfährt sie die Mutter, Schauspielerin, als Abwesende bzw. als wandelndes Theaterzitat. Leitmotiv des Mutter-Kind-Verhältnisses: „Konrad, sprach die Frau Mama, ich geh aus, und du bleibst da“. Und Nora, wenn sie nicht gerade in ein Kindererholungsheim abgeschoben wird, ist immer da. Bis sie beginnt, sich in die Erde zu
graben. Nora schaufelt sich frei, zerreißt die Wurzeln, baut vor der Kulisse des zerstörten Kindheitshauses einen Ort der Befreiung.

 

„Das Loch“ Von Viola Altrichter

Regie: Norbert Schaeffer
Ton: Werner Klein U. Helga Ruben
PROD.: RB/DS-KULTUR/SR/SWF 1992
LÄNGE: 51´15
Besetzung: Rebecca Szerda, Rita Russek, Gudrun Genest U.A.

© SR 2, Hörspielzeit, 27.10.2019

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