Hörspiel: „Das Bad im Knall“ Von Hermann Kretzschmar

Über dieses neodadaistische Hörstück mit musikalisch-universalistischem Anspruch vermerkt Hermann Kretzschmar: „Nennen Sie zwei einsilbige Staaten und eine einsilbige Sprache. Wie wärs mit Tschad Schweiz deutsch? Wie viele Kurzwitze kann man in einer Minute erzählen?

Wer war Johannes Gensfleisch? Was sind konsonantische Satellitenphoneme? Wie groß ist die kürzeste Länge? Die Kürze als Plot eines Hörspiels: Nach und nach addieren sich dazu akustisch musikalische Kurzformen wie Knall, Beat, Stakkato und semantische Entsprechungen wie Laut, Silbe, Zahl, dann Pixel, Klecks und Sprechblase …
Medienphänomene kommen dazu: Komprimierung, Scannen, Datenbank. In z.T. klitzekleinen Minihörspielen werden die Schnipsel prägnant, kontrastreich und punktgenau verknüpft und zu einer Gesamtsituation geformt, die porös, aber auch durchlässig bleibt für literarische Kommentare von Erich Mühsam, H. C. Andersen, Wilhelm Busch, Walter Benjamin zwischen Einstreuungen aus dem Lexikon der Onomatopöien BANG BOOM ZANG und und und … Klangbaden wird abgelöst durch ,Das Bad im Knall’.”

„Das Bad im Knall“
Von Hermann Kretzschmar
Komposition und Regie: Hermann Kretzschmar
Mit Wolf-Dietrich Sprenger, Caroline Junghanns, Mareike Beykirch, Markus Meyer
Produktion SWR 2018

© Deutschlandfunk, Hörspiel, 11.9.2018

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