Hörspiel: „Candide oder Hoffen lernen“ Von Joachim Walther

In Voltaires berühmter satirischer Romanvorlage wird Candides Glaube an die Vollkommenheit der Welt immer wieder gestört, trotzdem setzt er seine Odyssee durch Geschichte und Gegenwart fort und kämpft gegen die ständigen Enttäuschungen an.

Joachim Walther, der in der DDR lebte, bezeichnete seine Candide-Paraphrase als „Stück gegen doktrinären Optimismus, lernunfähigen Dogmatismus und zur philosophischen Doktrin erhobene Ideologie.“

Candide oder Hoffen lernen
Von Joachim Walther
Regie: Manfred Marchfelder
Mit: Bruno Ganz, Jutta Lampe, Angela Winkler, Hans Madin, Otto Sander, Wolfgang Condrus, Peter Fitz, Lothar Blumenhagen, Eric Vaessen, Norbert Schwarz, Georg Tryphon, Georg Corten, Klaus Herm, Harry Wüstenhagen, Maren Kroymann, Uwe Müller, Erwin Schastok
Komposition: Helge Jörns
Ton: Hans Martin
Produktion: RIAS Berlin/SDR 1982

Joachim Walther, geboren 1943 in Chemnitz/Sachsen. Ausbildung zum Facharbeiter, Studium der Germanistik und Kunstgeschichte. Arbeitet als Lehrer, wird Lektor und Herausgeber im Buchverlag ‚Der Morgen’, später Redakteur bei der Jugendzeitschrift ‚Temperamente’. Seit den 1970er Jahren veröffentlicht er Romane, Erzählungen und Hörspiele, z.B. ‚Infarkt’ (RB 1979 und 1990 Rundfunk der DDR) und ‚Wachsende Entfernung’ (1983 Rundfunk der DDR und 1985 RIAS Berlin). Noch vor der Wende unternimmt er Vorlesungsreisen ins westliche Ausland. Nach der Wende recherchiert Joachim Walther gemeinsam mit Ines Geipel in der Gauck-Behörde und dokumentiert Verbindungen zwischen Stasi und DDR-Literaten in dem Buch ‚Sicherungsbereich Literatur’. Hörspiele u.a.: ‚Illusionsfassaden’ (DS Kultur/SR 1992), ‚Stille. Nacht. Klirrende Fahnen’ (DLR Berlin1995). Joachim Walther lebt bei Berlin.

© Deutschlandfunk Kultur, Hörspiel, 3.10.2018

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