„Schoiße!“ Die Figur des „Ubu“ ist eine groteske Mischung aus Hanswurst und Massenmörder. Hörspiel basierend auf den Ideen von „Bürgerschreck“ Alfred Jarry.

Bereits als 15-jähriger schreibt Alfred Jarry eine Groteske, in der zum ersten Mal der Umriss des primitiven, feigen, gefräßigen und machtbesessenen Vaters Ubu erscheint. Spielerisch wird dessen Monstrosität im Hörspiel durch eine brachiale Sprache und akustische Verfremdung der Stimmen vermittelt. Mutter Ubu wird von ihrem Liebhaber Menon verführt, den sie aus ihrer eigenen Stimme erzeugt hat. Durch die Verschmelzung von Stimmen und Geräuschen bekommen Jarrys „pataphysische Erfindungen“, wie die Gehirnzermantschmaschine, eine bedrohliche Realität.

„Bürger Ubu“ Von Alfred Jarry

Mit Pit Krüger (Vater Ubu und sein Gewissen), Maja Stolle (Mutter Ubu und ihr Liebhaber Memmon), Norbert Schwientek (Erster Rüpel Schreidango/Kapitän/Scytotomilie), Alfred Pfeiffer (Zweiter Rüpel Matschtropf/Dr. Ofen/Achras), Ulrich Kuhlmann (Dritter Rüpel Vierohn/Bürgenstock/Diener)
Aus dem Französischen von: Marlis und Paul Pörtner
Regie: Hans Peter Haller, Paul Pörtner
Komposition: Georg Gruntz
Produktion: NDR 1977

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