„Gewählt ist gewählt“, aber wie konnte es dazu kommen? Am Abend, als die US-Präsidentschaftswahl 2016 entschieden war, begann Elfriede Jelinek „Am Königsweg“ zu schreiben, noch vor der Amtseinführung Donald Trumps lag die erste Fassung vor.

Ein Schaukampf: Auf der einen Seite die Dramatikerin, die die Inszenierungen politischer Macht seziert, auf der anderen Seite der ehemalige Baulöwe und Reality-TV-Star, der zu einem der mächtigsten Männer der Welt geworden ist.

„Am Königsweg“

Hörspiel von Elfriede Jelinek
Regie: Karl Bruckmeier
Mit: Thomas Albus, Peter Brombacher, Katja Bürkle, Helga Fellerer, Christian Gaul, Mechthild Großmann, Johannes Herrschmann, Christoph Jablonka, Johannes Silberschneider, Kathrin von Steinburg, Sebastian Weber, David Zimmerschied und Elfriede Jelinek
Komposition: Sven-Åke Johansson, Elliott Sharp
Musiker: Chor des Bayerischen Rundfunks und Akademie für Alte Musik Berlin, Leitung: Howard Arman
Ton: Michael Krogmann
Produktion: BR 2017

Elfriede Jelinek, 1946 in der Steiermark geboren, schreibt Romane, Lyrik, Theaterstücke, Libretti, Drehbücher und Hörspiele. Für „Jackie“ (BR 2003) wurde sie mit dem 53. Hörspielpreis der Kriegsblinden ausgezeichnet. Sie erhielt mehrfach den Dramatikerpreis der Mülheimer Theatertage „Stücke“. 2004 wurde sie mit den Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet. Für ihr Lebenswerk erhielt sie 2017 den Deutschen Theaterpreis DER FAUST. Zuletzt für BR und DKultur der Hörspiel-Mehrteiler: „Wirtschaftskomödie. Die Kontrakte des Kaufmanns“ (2015). Für BR 2017: „Das Licht im Kasten“ und „Unseres“. Elfriede Jelinek lebt in Wien.

© Deutschlandfunk Kultur, Freispiel, 3.4.2018

Danke, das Du meinen Beitrag kommentieren möchtest

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.