Kriminalhörspiel · 21.30 – 22.30 Uhr · Deutschlandfunk Kultur

Sörensen hat Angst

Von Sven Stricker

Dlf Kultur 2018/ca. 59’

(Ursendung)

Tod am Koog – Mit einer Angststörung im Gepäck lässt sich Kriminalhauptkommissar Sörensen von Hamburg nach Katenbüll in Nordfriesland versetzen. Er hofft, dass der Ort ihm ein ruhigeres Leben bescheren wird. Katenbüll ist trostlos, es regnet ständig und die Einheimischen haben nicht gerade auf ihn gewartet. Doch es kommt noch schlimmer. Gleich nach seiner Ankunft wird Bürgermeister Hinrichs tot im eigenen Pferdestall gefunden. Schon erste Blicke hinter die Kleinstadtkulisse zeigen: Hier kann man es wirklich mit der Angst bekommen.

 

Dienstag, 20. Februar 2018

Das Feature · 19.15 – 20.00 Uhr · Deutschlandfunk

Von der DNA zum Verdächtigen

Ermittler hoffen auf die erweiterte DNA-Analyse

Von Vera Pache

Dlf 2018

Wenn die Polizei an einem Tatort DNA-Spuren findet, darf sie in Deutschland damit das Geschlecht bestimmen und prüfen, ob die DNA schon im Zusammenhang mit anderen Straftaten aufgetaucht ist. Technisch möglich ist inzwischen mehr. Denn natürlich bestimmt die DNA wesentlich unser Aussehen: Augenfarbe, Haarfarbe, Hauttyp. Sogar das Alter lässt sich ablesen. Und sie lässt Rückschlüsse auf unsere geografische Herkunft und unsere Verwandtschaftsverhältnisse zu. Wissenschaftler arbeiten an Methoden, diese Informationen immer genauer aus der DNA herauszulesen. Und Forensiker würden sie gern in der Verbrechensbekämpfung einsetzen dürfen. Kritiker sagen: Mit diesen Methoden wird die Diskriminierung von Minderheiten vorangetrieben und der Datenschutz Unschuldiger verletzt. Während in Deutschland noch über diese Techniken gestritten wird, werden sie in anderen Ländern bereits eingesetzt.

Alte Musik · 22.00 – 22.30 Uhr · Deutschlandfunk Kultur

Gottesruhm, Kirchenschmuck und Bildungsgut

400 Jahre Motettensammlung ‚Florilegium Portense’

Von Stefan Menzel

2018 jährt sich zum 400. Mal die Veröffentlichung des ‚Florilegium Portense’, einer von Eduard Bodenschatz herausgegebene Motettensammlung. Mit dem Repertoire kamen nicht nur zahllose Lateinschüler des 17. Jahrhunderts in Berührung; in einer Zeit, in der italienische Musik überall auf dem Vormarsch war, bewahrte die Sammlung überdies die ‚deutsche Tradition’. Die Wirkungsgeschichte der Anthologie reicht bis zu Bach, die geografische Verbreitung bis nach Schweden. Die historische Bedeutung der Sammlung ist immens.

 

Mittwoch, 21. Februar 2018

Querköpfe · 21.05 – 22.00 Uhr · Deutschlandfunk

Kabarett, Comedy & schräge Lieder

Der 14. Politische Aschermittwoch der Kabarettisten in Berlin

Der Politische Aschermittwoch der Kabarettisten ist – so beschreibt es Gastgeber Arnulf Rating – die jährliche Abrechnung mit den herrschenden Zuständen, der Gegenpol zum Politischen Aschermittwoch der Parteien. Während Politprofis an diesem Tag in die bierluftgeschwängerten Festzelte der Provinz enteilen, füllen scharfe Zungen das politische Vakuum in der Hauptstadt wortgewandt aus, und sie versammeln sich zu einer Koalition der Satire. In diesem Jahr dabei sind Max Uthoff, Lisa Fitz, Dietmar Wischmeyer, Alfons, Michael Krebs und Klaus der Geiger als Spezialgast.

Hörspiel · 21.30 – 22.30 Uhr · Deutschlandfunk Kultur

Hörspielraum

Herr C. hat immer in Stimmen gedacht

Die Hörspieladaption von Elias Canettis ‚Buch gegen den Tod’

Vorgestellt von Sylvia Rauer

DKultur 2016/57’59

‚Das Buch gegen den Tod‘ von Elias Canetti erschien postum 2014. Aus 2.500 Seiten Aufzeichnungen war ein 350-seitiges Buch geworden. Hans Gerd Krogmann wollte daraus ein Hörspiel machen. Nach welchen Auswahlkriterien destilliert man? Wie wird aus einem Buch ein mehrstimmiges Hörspiel? Sylvia Rauer sprach mit dem Lektor Kristian Wachinger, der Dramaturgin Stefanie Hoster und mit dem Bearbeiter und Regisseur Hans Gerd Krogmann. Dazu Aufnahmen während der Produktion des Hörspiels.

 

Donnerstag, 22. Februar 2018

JazzFacts · 21.05 – 22.00 Uhr · Deutschlandfunk

Of Cabbages & Kings

Das Vokalquartett der Individualistinnen

Von Anja Buchmann

Veronika Morscher, Sabeth Perez, Laura Totenhagen und Rebecca Ziegler – das sind die Mitglieder des Quartetts ‚Of Cabbages & Kings’, das durch feine Stimmführungen, harmonischen Satzgesang und sensible Lyrik-Vertonungen besticht. Die Musikerinnen sind aber auch in jeweils eigenen Formationen unterwegs, von Modern Jazz über Folk bis zu elektronischen Beats.

Historische Aufnahmen · 22.05 – 22.50 Uhr · Deutschlandfunk

Ein Vorbild für alle

Der Gitarrist Andrés Segovia (1893 – 1987)

Von Norbert Hornig

Andrés Segovia gilt als der Vater der modernen klassischen Gitarre, er brachte das Instrument auf die Konzertpodien und beeinflusste die gesamte Gitarrenszene des
20. Jahrhunderts nachhaltig. Im Alter von 16 Jahren trat Segovia in Granada erstmals öffentlich auf, sein Debüt als professioneller Gitarrist mit Werken von Bach und Tarrega in Madrid 1912 war bereits ein mit Spannung erwartetes Ereignis. Ein Gitarrist allein in einem großen Konzertsaal, der auf dem Podium wie verloren wirkte, das war etwas ganz Neues und Faszinierendes. In den 1920er-Jahren gelang ihm, damals noch ohne Konkurrenz, der internationale Durchbruch. Um seine Programme abwechslungsreicher zu gestalten, bereicherte Segovia das Repertoire mit eigenen Transkriptionen, von denen er viele für die Schallplatte einspielte. Am 21. Februar jährte sich der Geburtstag des spanischen Gitarristen zum 125. Mal.

 

Freitag, 23. Februar 2018

Das Feature · 20.10 – 21.00 Uhr · Deutschlandfunk

Keyßer in Kaiser-Wilhelm-Land

Von Kai-Uwe Kohlschmidt

Deutschlandfunk 2018

Als Christian Keyßer 1899 in Finschhafen, Deutsch-Neuguinea, von Bord der Bavaria geht, ringt die bayerisch-lutherische Mission dort schon jahrelang um die Seelen der Eingeborenen – ergebnislos. Sie haben schlechte Erfahrungen mit den Weißen. Der abenteuerlustige Hauslehrer Christian Keyßer trifft auf den Stamm der Kotte. Er begegnet den Menschen offen und entschließt sich, unter ihnen zu leben. Im Jahre 1904 tritt der Stamm geschlossen zum Christentum über. Die Christianisierung im sogenannten Kaiser-Wilhelm­Land schreitet voran. Infolge des Ersten Weltkriegs verlieren die Deutschen ihre Kolonie an Australien. Keyßer muss zurückkehren. Aus dem überzeugenden Missionar wird ein missionarischer Nationalsozialist. Im heutigen Papua­Neuguinea wird Keyßers Name immer noch voller Ehrfurcht genannt: Er habe mit seinem Wirken jahrhundertealte Stammesfehden beendet.

Klangkunst · 0.05 – 1.00 Uhr · Deutschlandfunk Kultur

Illuminations

Von Soundwalk Collective

Künstlerische Leitung: Stephan Crasneanscki

Dlf Kultur/France Culture 2018/ca. 54’30

(Ursendung)

Nach langem Unterwegssein ließ sich Arthur Rimbaud 1881 am Horn von Afrika nieder. Bis zu seinem Tod im November 1891 schrieb er kein einziges Gedicht mehr. In diese Stille hinein imaginiert das Soundwalk Collective einen künstlerischen Dialog zwischen den Ideen der europäischen Moderne und der Kultur des Sufismus. Für ‚Illuminations’ übersetzen sie Texte Rimbauds erstmals in die lokalen Sprachen Harari, Oromo und Amharisch und lassen sie in einem sufistischen Zikriritual lebendig werden. ‚Illuminations’ wurde unterstützt durch The Analogue Foundation.

 

Samstag, 24. Februar 2018

Lange Nacht · 23.05 – 2.00 Uhr · Deutschlandfunk

Gesichter einer Insel

Eine Lange Nacht über Mallorca

Von Margot Litten

Millionen kommen jedes Jahr nach Mallorca, vor allem Deutsche. Der Insel tut dieses Liebesverhältnis nicht wirklich gut, zu rücksichtslos ist inzwischen das vermarktet worden, was Mallorcas Charakter und Schönheit ausmacht. Dennoch – das Landesinnere, in dem Dörfer vor sich hindösen und Mohn und Margeriten leuchten, die Steilküste bei Valldemossa, wo Himmel und Meer ineinander fließen, die alten Patrizierhöfe in Palma, ihren Zauber hat die Insel bis heute nicht verloren. Aber es gibt eben auch das andere Gesicht Mallorcas, in das man bei näherer Bekanntschaft blickt und das bisweilen eher bizarre Züge zeigt. Um beide Seiten geht es in dieser ,Langen Nacht’, um Schönheit und Schrecken, um die Vergangenheit der Insel und um die Probleme der Gegenwart.

Die ‚Lange Nacht‘ wird ab 0.05 Uhr auch im Deutschlandfunk Kultur gesendet.

Feature · 18.05 – 19.00 Uhr · Deutschlandfunk Kultur

Sieben Trappen

Ein deutsches Panorama

Von Mareike Maage

Dlf Kultur/rbb 2018/ca. 54’

(Ursendung)

Als ich ‚Sieben Trappen’ vor 20 Jahren verließ, pflanzten Menschen Totholzhecken für eine bessere Welt, zu Hoffesten kam Staatsbesuch und Frauen sprachen mit Tieren über deren Kinderwünsche. Heute sind meine Eltern Rentner. Auf dem Hof leben ein Pole, ein Bundeswehrsoldat und eine kurdische Familie aus dem Irak. Mein Vater hat eine neue Gesprächspartnerin, die auf dem Hof ihr Pferd stehen hat und sehr kurze Hosen trägt. Ein Sammelsurium der Gesellschaft. Trotzdem versuchen alle Parteien miteinander auszukommen.

 

Sonntag, 25. Februar 2018

Rock et cetera · 15.05 – 16.00 Uhr · Deutschlandfunk

Ohne Geschrei zum Erfolg

Die Metamorphose der Band Anathema

Von Kai Löffler

Anfang der 90er-Jahre hat die Liverpooler Band Anathema schwermütige Doom-Klänge produziert, inklusive Streichinstrumente und Growls, diesen guttaralen Schreien des Heavy Metal. Zwar ist die Kernbesetzung gleich geblieben – Daniel Cavanagh schreibt die Musik, sein Bruder Vincent singt – aber Anathema sind in den letzten zwei Jahrzehnten zu einer anderen Band geworden. Mit Steven Wilson als Mentor und Teilzeit-Produzent mischen die Cavanaghs und Sängerin Lee Douglas Prog- und Postrock mit elektronischen Klängen zu einem eigenem Sound: erfolgreich!

Deutschlandrundfahrt · 11.05 – 11.59 Uhr · Deutschlandfunk Kultur

Spaziergänge mit Prominenten

Renate Schönfelder unterwegs mit dem ehemaligen SPD-Vorsitzenden Franz Müntefering in Sundern

Für den TUS-Sundern schießt Franz Müntefering die ersten Tore. Er will Fußballer werden, wie die Idole von seinem FC Schalke. Nach der Volksschule in Sundern, beginnt für den 14-Jährigen die Ausbildung zum Industriekaufmann, ebenfalls in Sundern. 1975 folgt der große Schnitt, für die SPD zieht Müntefering in den Bundestag, als Nachrücker. 2004 bekommt er das „schönste Amt neben dem Papst“, Müntefering wird Vorsitzender seiner Partei. Mit 73 zieht sich der Sauerländer aus der Bundespolitik zurück und hinterlässt auch diesen Satz: „Opposition ist Mist“. Und Sundern? In die Heimat kehrt der heute 78-Jährige regelmäßig zurück, gern mit dem Bus über die Dörfer, der alten Zeiten wegen. Demnächst kommt er auch mit Deutschlandfunk Kultur vorbei.

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