Hörfunktipps KW 49 Deutschlandfunk, Deutschlandradio Kultur und DRadio Wissen

Montag, 05. Dezember 2016

 

Musik-Panorama  •  21:05 – 22:50 Uhr  •  Deutschlandfunk

Spannungen – Musik im Kraftwerk Heimbach 2016

Werke von Erich Wolfgang Korngold, Ursula Mamlok, Claude Debussy, Wolfgang Amadeus Mozart, Franz Schubert und Josef Suk

Aufnahme vom 23.6.16 aus dem Wasserkraftwerk Heimbach, Eifel

Am Mikrofon: Ulrike Gondorf

Spannend finde sie Frühwerke der Komponisten, wenn die noch nicht so ganz ihren eigenen Stil gefunden haben, sagt die Sopranistin Juliane Banse. Sie hat beim Kammermusikfest ›Spannungen‹ im Juni 2016 Lieder von Erich Wolfgang Korngold gesungen. Der Komponist war 14 bzw. 15 Jahre alt, als er seine ›Sechs einfachen Lieder‹ geschrieben hat. Im selben Alter komponierte Franz Schubert seine erst nach über 150 Jahren wiederentdeckte und selten aufgeführte Ouvertüre c-Moll für Streichquintett. Und auch der Tscheche Josef Suk war noch ein Teenager, als er sein temperamentvolles Klavierquintett g-Moll, op. 8 geschaffen hat. Außerdem auf dem Programm des Abends: Mozart, Debussy und Musik von der deutsch-amerikanischen Komponistin Ursula Mamlok.

 

Freispiel  •  00:05 – 01:00 Uhr  •  Deutschlandradio Kultur

Wasserstoffbrennen

Hörspiel von Leon Engler

Regie: Christine Nagel

Mit Tino Mewes und Marlen Lohse

Ton: Martin Eichberg

DKultur 2016/ca. 54’30

(Ursendung)

»Wir erzählen euch eine Geschichte. Eigentlich sind es 16 Geschichten. Er heißt Nico. Sie heißt Mascha. So weit, so gut. Er nimmt sie in den Arm und drückt sie ganz fest an sich. Eine Stunde lang bleiben Mascha und Nico so stehen. Und für eine Stunde in ihrem Leben vergessen sie, wo sie sind, sie vergessen, sich zu erinnern, sie vergessen, wie spät es ist, sie vergessen, wie kalt es ist, sie vergessen, dass irgendetwas zwischen ihnen ist. Nennen wir es Luft, Moleküle, Atomhüllen, Atomkerne, Elementarteilchen.«

 

Zeitfragen. Feature  •  19:30 – 20:00 Uhr  •  Deutschlandradio Kultur

Kleiner leben

Minihäuser und Bauwagen als Wohnformen der Zukunft?

Von Brigitte Schulz

Die Tiny-House-Bewegung aus den USA hat mittlerweile auch Deutschland erreicht: Nur acht Quadratmeter umfasst ein solch winziges Haus. Die Idee: eine ökologische Wohnform, die billig ist, sich auf das Wesentliche konzentriert, wenig Ressourcen und Energie verbraucht und durch die Montage auf Räder mobil ist. Immer mehr junge Familien, Singles, Berufstätige und Rentner wählen diese Wohnform. Mit den Bauwagen einer herkömmlichen Wagenburg hat ihr Zuhause meist wenig gemein, denn es besteht aus hochwertigem Holz, bietet Komfort und kostet etwa 40 000 Euro. Während es in den USA und einigen europäischen Ländern kein Problem ist, legal in Minihäusern zu wohnen, wird dies in Deutschland meist noch durch rigide Gesetze verhindert. Die Sendung geht der Frage nach, ob diese alternative Wohnform angesichts steigender Mieten, hoher Immobilienpreise und knapper Renten eine Wohnform der Zukunft sein könnte.

 

 

Dienstag, 06. Dezember 2016

 

Jazz Live  •  21:05 – 22:00 Uhr  •  Deutschlandfunk

JazzBaltica All Star Band

Aufnahme vom 24.6.16 bei JazzBaltica in Niendorf/Ostsee

Am Mikrofon: Sarah Seidel

»Mal was Neues«, dürfte sich der künstlerische Leiter Nils Landgren gedacht haben, als er erstmals in der Geschichte des Festivals eine All Star Band anstelle des JazzBaltica Ensembles an den Festival-Start 2016 stellte. Er initiierte ein reines Frauenensemble unter der Leitung der schwedischen Arrangeurin und Komponistin Ann-Sofi Söderqvist. Dabei waren: die Bassistin Eva Kruse, die Gitarristin Sandra Hempel und die Baritonsaxofonistin Tini Thomsen aus Norddeutschland, die Trompeterin Hildegunn Øiseth aus Norwegen, die Posaunistin Karin Hammar aus Schweden und die Perkussionistin Lisbeth Diers aus Dänemark. Dazu kamen die Saxofonistinnen Malin Wättring und Shannon Mowday und die Schlagzeugerin Anna Lund. Eine Überraschung war Lena Swanberg, die diesem Konzert mit ihrem Gesang eine weitere emotionale Ebene öffnete.

 

Zeitfragen. Feature  •  19:30 – 20:00 Uhr  •  Deutschlandradio Kultur

Wachstum durch Zuwanderung

Das Flüchtlingsbusiness als Konjunkturspritze

Von Caroline Nokel

Flüchtlingskrise in der EU, Flüchtlinge als Kostenfaktor für die Sozialkassen, Verschärfung des Asylrechts – darüber, dass Asylbewerber und Flüchtlinge eine Herausforderung für die Gesellschaft sind, die es zu meistern gilt, wird viel diskutiert und gestritten. Doch welche Auswirkungen hatte die  Ankunft von circa einer Million Menschen auf die deutsche Wirtschaft? Einige Branchen sind besonders gefragt: die Bauwirtschaft, Caterer und Sicherheitsfirmen. Auch Wohlfahrtsverbände, Unternehmensberatungen, Krankenkassen und Mobilfunkanbieter haben mehr Kunden bekommen. Die Autorin hat sich auf die Suche gemacht nach Profiteuren der Konjunkturspritze.

 

 

Mittwoch, 07. Dezember 2016

 

Querköpfe  •  21:05 – 22:00 Uhr  •  Deutschlandfunk

Kabarett, Comedy & schräge Lieder

Damit endlich Ruhe ist

Pigor und Eichhorn scheitern

Ein Mitschnitt aus der ›naTo‹ in Leipzig 

Sie geben Wutbürgern eine Bühne zum Ausrasten, verspotten die Tantiemen-Geilheit der Brechtschen Erben, rauchen das Shakespeare’sche Englisch in der Pfeife und reimen den Berliner Chaos-Flughafen Willy Brandt auf den märkischen Sand, in den er gesetzt wurde. All diese schrägen Chansons, aus zehn Programmen in 21 Jahren, sind mittlerweile Hymnen geworden, die Thomas Pigor singt und Benedikt Eichhorn am Klavier begleiten muss. Da die Musik-Kabarettisten es leid sind, sich ständig mit den unterschiedlichsten, lautstark eingeforderten Publikumswünschen herumzuärgern, haben sie sich entschlossen, die schrägsten Hits ihrer Laufbahn in einem Spezial mit dem Titel ›Pigor und Eichhorn scheitern‹ geballt zu präsentieren.

 

Hörspiel  •  21:30 – 22:30 Uhr  •  Deutschlandradio Kultur

FeliCittà – Landschaft Glück

Von Liquid Penguin Ensemble

LPE für SR/DKultur mit dem Goethe Institut Italien 2016/ca. 59′

(Ursendung)

Kann man das Glück hören? Darf man überhaupt glücklich sein in der gegenwärtigen Zeit? Oder muss man sogar? Das Liquid Penguin Ensemble macht sich auf die Suche nach den Klängen des Glücks in dem Land, in dem seit jeher deutsche Künstler das Glück vermutet haben: in Italien. Menschen in Neapel, Rom, Palermo und Triest wurden gefragt, was für sie Glück ist, an welchen Orten sie Glück empfinden und welchen spezifischen Klang sie mit diesem Ort verbinden.

 

 

Donnerstag, 08. Dezember 2016

 

Marktplatz  •  10:10 – 11:30 Uhr  •  Deutschlandfunk

Marzipan, Konfekt und Pralinen

Süße Sünden selbstgemacht

Am Mikrofon: Susanne Kuhlmann

Gute Zutaten, ein wenig Zubehör und Zeit – mehr braucht es nicht, um Schokoladenkonfekt, Marzipanrosen oder Espressopralinen selber zu fertigen. Mit ein bisschen Übung kann jeder zum Hobbypatissier werden und zu Hause kulinarische Köstlichkeiten zum Verschenken oder selber genießen zaubern – nicht nur zur Weihnachtszeit. Eigene Kreationen aus Lieblingszutaten, herzhaft, alkoholisiert, vegan: Die Gestaltungsmöglichkeiten sind grenzenlos. Und ein paar Kniffe zu kennen hilft. Warum wird die Kuvertüre grau? Wo bekommt man eine Pralinengabel? Wie lange ist selbstgemachtes Marzipan haltbar? Tipps und Tricks zum Selbermachen von Marzipan, Konfekt und Pralinen von Susanne Kuhlmann und ihren Gästen.

Hörertel.: 00800.4464 4464

marktplatz@deutschlandfunk.de

 

Zeitfragen. Feature  •  19:30 – 20:00 Uhr  •  Deutschlandradio Kultur

Der Stoff, aus dem die Zukunft ist

Wie die Textilforschung neue Materialien testet

Von Katja Bigalke

Es ist noch gar nicht so lange her, dass kratzende Wollstrumpfhosen Kindern ganze Winter versauten, dass jedes Gewebe jenseits von Leinen und Baumwolle per Hand gewaschen werden musste und Kunstfaser-

T-Shirts einem die Haare zu Berge stehen ließen. Zum Glück ist die Textilforschung über diese Zeiten längst hinaus. Neue Fasern und Gewebe mischen den Markt auf. Atmungsaktiv und wasserdicht ist längst kein Widerspruch mehr, Wolle und Waschmaschine auch nicht. Aber die neuen hautfreundlichen Stoffe können noch deutlich mehr: Sie können leuchten, tönen oder Energie erzeugen. Sie lassen sich recyceln oder aus Plastikmüll herstellen. Sie sind intelligent, können etwa die Körpertemperatur messen oder die Atmung kontrollieren. Wird Kleidung nun tatsächlich zu einer zweiten Haut?

 

 

Freitag, 09. Dezember 2016

 

Das Feature  •  20:10 – 21:00 Uhr  •  Deutschlandfunk

Eine Flucht, zwei Erinnerungen

Wie meine Mutter mit einer Freundin aus der DDR floh

Von Jenny Hoch

Regie: Friederike Wigger

DLF 2016

Im August 1969 springen zwei junge Frauen in Rumänien in die Donau. Ihr Plan: die Flucht aus der DDR. Sie wollen nach Jugoslawien schwimmen und von dort weiter nach Österreich, um nach Westdeutschland zu gelangen. Die Flucht gelingt. Doch obwohl sich beide eine Existenz in Süddeutschland aufbauen, treffen sie einander erst nach 47 Jahren wieder. Das Feature erzählt ein Stück DDR-Historie aus zwei Perspektiven: Beide Frauen dürfen nicht studieren, sondern müssen »in die Produktion«, wo sie sich kennenlernen. Beide sehnen sich nach Freiheit, schmieden Fluchtpläne. Ihre Erinnerungen an all das sind sehr unterschiedlich. Außerdem fragt sich die Autorin, inwiefern sich so eine Fluchterfahrung vererbt und ob sie auch in der nächsten Generation zu bestimmten Verhaltensweisen führt. Denn Jenny Hoch ist die Tochter einer der beiden Frauen.

 

Einstand  •  22:00 – 22:30 Uhr  •  Deutschlandradio Kultur

Das Geheimnis der russischen Klavierschule

Der Pianist Philipp Kopachevsky

Von Julia Smilga

In Westeuropa ist er kaum bekannt: der junge Russe Philipp Kopachevsky. In seiner Heimat jedoch ist der 1990 geborene Pianist ein anerkannter Musiker. Kopachevsky konzertiert regelmäßig auf den besten Bühnen des Landes. Er verfügt nicht nur über eine makellose Technik, sondern auch über ein hohes Maß an intuitiver Musikalität. Seine Interpretationen sind für einen 26-Jährigen von beeindruckender Reife.

 

 

Samstag, 10. Dezember 2016

 

Atelier neuer Musik  •  22:05 – 22:50 Uhr  •  Deutschlandfunk

Mixen, Improvisieren, Strukturieren

Alexander Schubert und das Komponieren in der digitalen Gesellschaft

Von Hanno Ehrler

Youtube ist sein Konzertsaal, das Internet seine Bühne. Alexander Schubert stellt alle seine Werke ins weltweite Netz. Um seine Musik zu hören, muss man nicht mehr auf ein Konzert warten. Ein Internetzugang genügt. Alexander Schubert, 1979 in Bremen geboren, gehört zur Generation der sogenannten digital natives. Das sind Menschen, die mit den digitalen Netzwerken aufgewachsen sind und sich ganz selbstverständlich in ihnen bewegen. Dazu kommt, dass der Musiker nicht die übliche Komponistenlaufbahn eingeschlagen hatte. Er begann mit Pop- und Jazzmusik, und erst dann studierte er klassische Komposition. In seiner Musik verbindet er all das und kombiniert es mit optischen Elementen. Denn sein Thema ist die Körperlichkeit von Musik, die er mit Videos und theatralischen Aktionen plastisch zur Schau stellt.

 

Lange Nacht  •  00:05 – 03:00 Uhr  •  Deutschlandradio Kultur

Verwandte Stimmen

Eine Lange Nacht des Streichquartetts

Von Burkhard Laugwitz

Regie: Rita Höhne

Das Streichquartett gilt als die anspruchsvollste Gattung der Instrumentalmusik und als besondere Herausforderung für Komponisten und Interpreten. Für die Musiker ist es nicht einfach, die Balance zu finden zwischen Individualismus und Gesamtklang. Der indische Schriftsteller Vikram Seth hat in seinem Buch ›Verwandte Stimmen‹ den Alltag, die Probleme und die Hoffnungen praktizierender Musiker eindrucksvoll literarisch verarbeitet. Joseph Haydn hat 1755 seine ersten Streichquartette geschrieben. Seither haben sich zahlreiche berühmte Komponisten mit dieser besonderen Form auseinandergesetzt. Über die Schwierigkeiten im Miteinander, aber auch über das Gelingen jener Viersamkeit, zum Teil über Jahrzehnte hinweg, erzählen Musiker des Amadeus-, des Kolisch-, des Guaneri und des Auryn Quartetts in dieser ›Langen Nacht‹.

Die ›Lange Nacht‹ wird ab 23:05 Uhr auch im Deutschlandfunk gesendet.

 

 

Sonntag, 11. Dezember 2016

 

Zwischentöne  •  13:30 – 15:00 Uhr  •  Deutschlandfunk

Musik und Fragen zur Person

Der Comiczeichner Ralf König im Gespräch mit Klaus Pilger

Er gilt als der weltweit populärste Autor schwuler Geschichten: Ralf König. Rund sieben Millionen seiner in 15 Sprachen übersetzten Comicbücher wurden weltweit verkauft. König kam 1960 im westfälischen Soest zur Welt, machte nach der Hauptschule eine Tischlerlehre, holte die mittlere Reife nach und studierte Freie Grafik an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf. In Comicbüchern wie der Krimiparodie ›Kondom des Grauens‹, der AIDS-Geschichte ›Super Paradise‹ oder ›Sie dürfen sich jetzt küssen‹ zur Homoehe wurde er zum Chronisten der deutschen Schwulenbewegung. Seine Helden eroberten auch das Kino: die Verfilmung seines Buchs ›Der bewegte Mann‹ durch Sönke Wortmann war einer der erfolgreichsten deutschen Filme überhaupt. Schon 2005 und 2006 thematisierte Ralf König in der zweibändigen Comic-Erzählung ›Dschinn Dschinn‹ den radikalen Islamismus.

 

Kakadu  •  08:05 – 09:00 Uhr  •  Deutschlandradio Kultur

Hörspieltag

Supertrumpf

Von Esther Becker

Regie: Judith Lorentz

DKultur 2015/45’10

Moderation: Patricia Pantel

Lou ist Weltmeisterin im Warten, Weltmeisterin mit den Karten. Am liebsten spielt sie Supertrumpf, in der Pause mit ihren Schulfreunden oder in der Klinik mit den Pflegern, wenn ihre Eltern ihre Schwester Maya besuchen. Maya war magersüchtig. Heute kommt sie nach Hause und soll wieder ganz normal zur Schule gehen. Aber nichts ist normal: unsichere Eltern, neue Regeln. Lou hat schlechte Karten im Familienquartett. Lou sorgt sich, Lou lehnt sich auf und Lou stichelt gegen die große Schwester, das Klappergestell. Zu gut kennt sie all ihre Tricks. Aber Schwester bleibt Schwester, und beide sind am Ende doch nah beieinander.

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