Montag, 27. August 2018

Musik-Panorama · 21.05 – 22.50 Uhr · Deutschlandfunk

Rheingau Musik Festival 2018

Werke von Leonard Bernstein, Aaron Copland und George Gershwin

Sebastian Knauer, Klavier

Jamie Bernstein, Rezitation

Insgesamt 29 kleine Geburtstagsständchen, ,Anniversaries’, hat Leonard Bernstein zwischen 1943 und 1988 verfasst. Jedes ist ein kurzes Charakterstück, das Bernstein jeweils einem Freund, einem Verwandten, Kollegen oder Weggefährten gewidmet hat und mit dem er diesen Menschen mit Noten beschreibt. Diese Sammlung verrät natürlich nicht nur etwas über die Beschenkten, sondern auch einiges über ihren Schöpfer, Leonard Bernstein. Er wäre am 25. August 100 Jahre alt geworden. Sebastian Knauer spielt beim Rheingau Musik Festival alle ,Anniversaries’ und kombiniert sie mit Musik von Aaron Copland und George Gershwin. Außerdem wird die älteste Tochter von Leonard Bernstein, Jamie Bernstein, passende Texte dazu vorlesen.

Zeitfragen. Feature · 19.30 – 20.00 Uhr · Deutschlandfunk Kultur

Unrichtiges Recht?

Über die juristische Auseinandersetzung mit deutschen Kolonialverbrechen

Von Beate Ziegs

Seit fast drei Jahren verhandeln Deutschland und Namibia über die Aufarbeitung des Völkermords, den die deutsche Schutztruppe 1904 an den Ovaherero und Nama begangen hat. Trotz der historischen Dimension dringt so gut wie nichts an die Öffentlichkeit. Umso mehr Furore macht ein Prozess, den Nachfahren der Ermordeten in New York gegen die Bundesregierung führen. Ihre Forderung: eine offizielle Entschuldigung für den Genozid, Wiedergutmachung sowie Beteiligung an den Verhandlungen. Die Bundesregierung lehnt die Rechtmäßigkeit der Klage ab. Verstößt sie damit gegen das Völkerrecht? Schreibt sie sogar das Unrecht von damals fort? Die Meinungen sind gespalten, die Fronten zunehmend verhärtet.

 

Kriminalhörspiel · 21.30 – 22.30 Uhr · Deutschlandfunk Kultur

Schwarzblut

Von Dirk Josczok

Regie: Beatrix Ackers

Deutschlandfunk Kultur 2018/54’29

Ilka, Sandra und Kimo studieren an der Musikhochschule Piano, Cello und Violine. Dreimal in der Woche üben die drei in der Wohnung der Mädchen. Als Kimo pünktlich zu einer Probe vor der Wohnungstür steht, ist diese nur angelehnt. Er findet Ilka tot im Flur und von Sandra fehlt jede Spur. Kommissar Magnus und sein Team ermitteln. In voller Besetzung – denn Freddy meldet sich nach ihrer Auszeit zum Dienst zurück. Aber die Beziehung zu ihrem Chef kriselt. Und der mysteriöse Fall entwickelt sich immer mehr zum postfaktischen Alptraum.

Dienstag, 28. August 2018

Musikszene · 22.05 – 22.50 Uhr · Deutschlandfunk

Kora, Konting und Gesänge

Die Troubadoure Gambias

Von Bettina Brand

Vom Smartphone abgelöst, scheint die große Tradition der Griot der Vergangenheit anzugehören. Sie waren es, die die Geschichte des Landes in ihren Gesängen im Bewusstsein präsent hielten, die ihre Fürsten gepriesen und die alten Kindergeschichten weitererzählt haben. Sänger, Dichter und Instrumentalisten in einem, überliefern sie die orale Literatur und Musik ihrer Kultur. Ihre treuen Begleiterinnen sind dabei die Kora, ein prächtiges harfenähnliches Instrument mit 21 Saiten, und die schwer zu spielende, meist fünfsaitige Konting. Bettina Brand hat sich im westafrikanischen Gambia auf Spurensuche nach der traditionellen Musik der Griot gemacht, einer Musikkultur, die im Verschwinden begriffen ist.

Alte Musik · 22.00 – 22.30 Uhr · Deutschlandfunk Kultur

Preußen zwischen Basse de Viole und Violoncello

Musikalische Leidenschaften Friedrich Wilhelms II.

Von Bernd Heyder

Zwiespältig fällt das Urteil der Historiker über Friedrich Wilhelm II. aus, den kunstsinnigen Lebemann auf dem preußischen Königsthron zum Ende des 18. Jahrhunderts. Musikliebhabern ist er als veritabler Cellist ein Begriff, dem führende Komponisten der Zeit anspruchsvolle Werke widmeten. Weniger bekannt ist, dass sich der Kronprinz in jungen Jahren noch leidenschaftlich der altehrwürdigen Gambe widmete.

Mittwoch, 29. August 2018

Spielweisen · 22.05 – 22.50 Uhr · Deutschlandfunk

Vorspiel – Das Preisträgerkonzert

Grand Prix für starke Stimmen

Der Königin-Elisabeth-Wettbewerb 2018

Von Johannes Jansen

Eine Königin als Patronin, stattliche Preisgelder und eine hochkarätige Jury verleihen dem Brüsseler Musikwettbewerb ein besonderes Prestige. Wer hier gewinnt, hat den Schlüssel zu einer Weltkarriere in der Tasche. Seit 1937 mit Unterbrechungen und in unregelmäßigem Wechsel für Violine, Klavier und Komposition ausgetragen, hat sich der traditionsreiche Wettbewerb vor 30 Jahren erstmals dem Gesang geöffnet. Einen deutschen Sieger gab es in dieser Kategorie noch nie. Mit dem Bariton Samuel Hasselhorn hat sich das geändert. Sein Mut, das gängige Repertoire zu verlassen, wurde belohnt. Aber die Konkurrenz war stark, wie die Ausschnitte vom Preisträgerkonzert beweisen.

Zeitfragen. Feature · 19.30 – 20.00 Uhr · Deutschlandfunk Kultur

Die Ehre

Geschichte eines schwierigen Begriffs

Von Andrea und Justin Westhoff

Ehre – das schien lange Zeit nur ein archaisches Moment in der Moderne zu sein. Aber spätestens mit der Diskussion um Ehrenmorde in Deutschland hat sich nicht nur die Öffentlichkeit, sondern auch die Kultur- und Sozialgeschichte dem Begriff und seinem Bedeutungswandel wieder stärker zugewandt. Von der Antike bis in die bürgerliche Gesellschaft des 19. Jahrhunderts bedeutete Ehre Macht und öffentliches Ansehen der eigenen sowie aller zur Familie gehörenden Personen. Mit der Stärkung des Individuums wurde in westlichen Gesellschaften die Ehre immer mehr zur persönlichen Eigenschaft eines Menschen, schließlich zu einem ganz individuellen Gefühl von Würde und Selbstachtung. Aber auch die traditionelle Vorstellung von Ehre wird wieder stärker, unter anderem durch muslimische Migranten, in die gesellschaftliche Debatte eingebracht.

Donnerstag, 30. August 2018

JazzFacts · 21.05 – 22.00 Uhr · Deutschlandfunk

Gestaltungswille und langer Atem

Der Posaunist und Komponist Janning Trumann

Von Thomas Loewner

Janning Trumann gehört zu den herausragenden Vertretern der Kölner Jazzszene. Mit seinen knapp 30 Jahren kann der Posaunist, Komponist, Arrangeur und Bandleader nicht nur ein beeindruckendes Werk vorweisen, er leitet inzwischen auch ein eigenes Label. Ob präzises Satzspiel, freie Improvisation oder komplexe Bandkonzepte mit allerhand rhythmischen und harmonischen Finessen: Janning Trumann beherrscht alle Spielformen des zeitgenössischen Jazz.

Zeitfragen. Feature · 19.30 – 20.00 Uhr · Deutschlandfunk Kultur

„Ich gebe mein Kind nicht einfach so auf!“

Eltern drogenabhängiger Kinder

Von Horst Gross

Ein süchtiges Kind: Der Alptraum jeder Familie. Plötzlich dreht sich alles nur noch um dessen Drogenkrankheit. Allein gelassen, meist ohne professionelle Hilfe, kämpfen die Eltern auch mit dem Stigma, versagt zu haben. Nicht selten wird das Drogenproblem des Kindes so zur existenziellen (Ehe-) Krise. Betroffene berichten, wie sie mit diesem Schicksalsschlag umgehen.

Freitag, 31. August 2018

Das Feature · 20.10 – 21.00 Uhr · Deutschlandfunk

Die Kulturumverteilungsmaschine

Wer hat, dem wird gegeben

Von Ina Plodroch

Deutschlandfunk 2018

Im Zeitalter der Kreativität wollen immer mehr Menschen von der Kunst leben. Doch mit ihren Ideen wirklich Geld zu verdienen, gelingt den wenigsten. Da springt die Gesellschaft in die Bresche und fördert, was sie für gesellschaftlich relevant hält. Comic, Pop, Oper – die Trennung von U und E ist angeblich aufgehoben; nicht jedoch in der Förderpolitik. Die klassischen Gewerke stecken nach wie vor den Löwenanteil ein. Wer hat, dem wird gegeben – ein ähnliches Bild bei den Verwertungsgesellschaften. Woher stammt das Geld, das VG Wort und GEMA verteilen, und wie gerecht ist diese Verteilung eigentlich?

Zeitfragen. Literatur · 19.30 – 20.00 Uhr · Deutschlandfunk Kultur

Lyriksommer

„Fortgegangen bin ich ohne Rückfahrkarte“

Gedichte aus Georgien

Von Norbert Hummelt

Georgien, das Gastland der Herbstbuchmesse in Frankfurt am Main, ist ein Land im Umbruch – das spiegelt sich auch in der Lyrik. Nachdem die Sowjetunion zerbrochen war, musste sich die junge Wendegeneration neu erfinden. Alte (Reim-) Zwänge und Gewissheiten schwanden, ein neuer, persönlicher Ton brach durch, den einzelne ältere Autoren wie Besik Kharanauli schon vorbereitet hatten. Heute scheint es, als habe sich das alte Land und mit ihm seine Dichter in eine neue, virtuelle Welt verstreut. Und doch ist da immer noch die Erinnerung an eine jahrhundertealte poetische Tradition. Norbert Hummelt hat mit georgischen Lyrikerinnen und Lyrikern gesprochen und stellt sie mit ihren Gedichten vor.

Samstag, 1. September 2018

Gesichter Europas · 11.05 – 12.00 Uhr · Deutschlandfunk

When I´m Sixty Four – Draufgänger in Großbritannien

Mit Reportagen von Ruth Rach

Deutschlandfunk 2014

Schon die Schauspielerin Bette Davis wusste: „Alt werden ist nichts für Feiglinge”. Dabei werden die Europäer immer älter. Und überall gilt: Jeder will lange leben, aber niemand will altern. Und im Kopf vieler Menschen gibt es zwei Klischees: Jung sein bedeutet Freiheit. Alter hingegen Abhängigkeit und Einsamkeit. Das kann zwar stimmen, muss aber nicht so sein, wie Beispiele aus Großbritannien zeigen. Die Sendung ,Gesichter Europas’ erzählt von denen, die Neues ausprobieren und andere Wege gehen wollen. Alter hin, Alter her.

Lange Nacht · 0.05 – 3.00 Uhr · Deutschlandfunk Kultur

„Ich bin völlig erschöpft von meinem äußeren Leben …“

Eine Lange Nacht über Franz Liszt

Von Barbara Giese

Eigentlich wollte Franz Liszt Geistlicher werden, aber der ehrgeizige Vater sah in dem schwächlichen Kind den Künstler und ließ ihn bei dem bekannten Klavierpädagogen Carl Czerny unterrichten. Anschließend ging Liszt auf Konzerttourneen durch Europa, um Geld für die Familie zu verdienen. Überraschend beendete er seine Virtuosenlaufbahn auf dem Höhepunkt seines Erfolges, um sich als Komponist und Kapellmeister an den Weimarer Hof zu verpflichten. Populäre Werke von ihm sind die ‚Ungarischen Rhapsodien‘ und der ‚Liebestraum‘. Die in die Moderne weisenden Kompositionen, die kunstvollen Lieder und die geistliche Musik hingegen sind nahezu unbekannt geblieben.

Die ‚Lange Nacht‘ wird ab 23.05 Uhr auch im Deutschlandfunk gesendet.

Sonntag, 2. September 2018

Freistil · 20.05 – 21.00 Uhr · Deutschlandfunk

Zimmerreisen

In 80 Klicks um die Welt

Von Manuel Gogos

Deutschlandfunk 2015

1794 machte der französische Autor Xavier de Maistre mit seinem Buch ,Reise um mein Zimmer’ als erster die Dielenritze zum Breitengrad. 1873 veröffentlicht Jules Verne den Roman ,In 80 Tagen um die Welt’ und auch Phileas Fogg fährt erst im Ohrensessel seines Londoner Reformclubs mit seinem Finger den Globus ab, ehe er wirklich zu seiner berühmten Weltumrundung aufbricht. Heute ist der Clubsessel zur Cyberlounge geworden. Der telematische Mensch braucht das Zimmer nicht mehr zu verlassen, denn die Bilder reisen zu ihm: Digitale Kartendienste machen es möglich, virtuell auf der Route 66 unterwegs zu sein oder in den Steinkreis von Stonehenge zu treten. Doch gibt es eine wirkliche Erfahrung der Welt – ohne Er-Fahrung der Welt?

Kakadu für Frühaufsteher · 7.30 – 8.00 Uhr · Deutschlandfunk Kultur

Erzähltag

Post für Peter Püschel

Von Frauke Angel

Deutschlandfunk Kultur 2018

(Ursendung)

Maralie nimmt Post und Pakete für die Mitbewohner im Haus an. Besonders gern für den Nachbarn Peter Püschel. Dann fällt Papa auf der Baustelle eine Steinplatte auf dem Fuß, er wird krankgeschrieben und ist unvermittelt zu Hause. Ausgerechnet dann klingelt der Postbote und hat einen Brief für Maralie. Ein blauer Brief von der Schule, in dem steht, dass Maralie eine sehr gute Schülerin ist und auf das Gymnasium gehen soll, damit sie das Abitur machen und studieren kann. Aber wie wird Papa darauf reagieren. Er sagt immer: „Wieso studieren? Frisörin ist ein guter Beruf. Haare wachsen immer.“ Doch vielleicht kann der Nachbar Peter Püschel Maralie helfen.

Danke, das Du meinen Beitrag kommentieren möchtest

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.